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Studie: Anteil der Geringverdiener in Deutschland besonders hoch ++ Opel: Kriselnder Autohersteller mit weniger Verlusten ++ Visa: Kreditkartennutzer geben deutlich mehr Geld aus ++ Hotelportal: Wettbewerbshüter kritisieren „Bestpreisklausel“

Anteil der Geringverdiener in Deutschland besonders hoch

Fast jeder vierte Beschäftigte arbeitet in Deutschland für einen Niedriglohn von weniger als 9,54 Euro pro Stunde. Ihr Anteil an allen Beschäftigten war 2010 mit 24,1 Prozent so groß wie in kaum einem anderen Staat der EU. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer Studie. Von 17 untersuchten EU-Staaten weist nur Litauen eine noch größere Lohnungleichheit auf. Am geringsten ist die Niedriglohnquote mit rund zehn Prozent in Dänemark.

Kriselnder Autohersteller mit weniger Verlusten

Opel arbeitet sich langsam aus den roten Zahlen heraus. Im zweiten Quartal schrieb der US-Mutterkonzern General Motors in Europa ein operatives Minus von 110 Millionen Dollar (84 Millionen Euro), nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 394 Millionen Dollar angefallen war. Dem Konzern gelang die Verbesserung vor allem durch Einsparungen. Denn die Autoverkäufe von Opel und Vauxhall in Europa schrumpften weiter von 299.000 im Vorjahresquartal auf nun 284.000.

Kreditkartennutzer geben deutlich mehr Geld aus

Bei den Kunden der weltgrößten Kreditkarten-Firma Visa sitzt das Geld anhaltend locker. Im dritten Geschäftsquartal von April bis Juni stiegen die abgewickelten Zahlungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 1,1 Billionen Dollar (838 Milliarden Euro). Das war ein noch stärkerer Anstieg als im Frühjahr. Von der Kauflust profitierte Visa über Gebühren. Der Konzern verdiente unterm Strich 1,2 Milliarden Dollar.

Wettbewerbshüter kritisieren „Bestpreisklausel“

Das Internet-Hotelportal HRS bleibt wegen seiner sogenannten Bestpreis-Klausel im Visier der Wettbewerbshüter. Das Bundeskartellamt mahnte das Portal erneut wegen Verstoßes gegen deutsches und europäisches Wettbewerbsrecht ab und forderte HRS auf, die Regelung nochmals zu überprüfen, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte. Die Bedenken der Wettbewerbshüter richten sich gegen eine Klausel in den Verträgen zwischen HRS und jenen Hotels, die Nutzer über das Portal buchen können.