Bürgerkrieg

Vereinte Nationen: Mehr als 100.000 Tote im Syrien-Konflikt

Der Syrien-Konflikt hat bereits mehr als 100.000 Menschen das Leben gekostet. Das sagte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon am Donnerstag.

Es sei zwingend erforderlich, eine politische Lösung des Konflikts zu finden und den Bürgerkrieg zu beenden, unterstrich Ban. Eine syrische Menschenrechtsorganisation hatte zuvor schon berichtet, unter den über 100.000 Getöteten seien mehr als 36.600 Zivilisten, 18.000 Rebellen, 25.400 Soldaten und mehr als 17.300regierungstreue Milizionäre. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die der Opposition nahesteht, bezieht ihre Informationen von einem Netzwerk aus Ärzten und Aktivisten in Syrien. Der Bürgerkrieg gegen Staatschef Baschar al-Assad begann im März 2011.

Dabei wird die Lage für die Zivilbevölkerung immer schlechter. Die syrischen Behörden blockieren nach Berichten des Roten Kreuzes den Zugang zur Altstadt von Homs, wo eingeschlossene Zivilisten dringend auf Lebensmittel und Medikamente angewiesen sind. „Wir bemühen uns schon seit 20 Tagen, medizinische Versorgungsgüter und andere Hilfslieferungen in die Altstadt von Homs zu bringen“, erklärte Magne Barth vom Roten Kreuz in Syrien. Trotz langwieriger Verhandlungen habe er von den syrischen Behörden noch kein grünes Licht für den Zugang nach Homs bekommen, wo 2000 Zivilisten vermutet werden.

Die UN bereiten unterdessen in Syrien Chemiewaffen-Inspektionen vor. Die Abrüstungsbeauftragte Angela Kane und der Giftgasexperte Åke Sellström trafen in der Hauptstadt Damaskus ein. Sie führen Vorgespräche über die künftige Arbeit einer UN-Expertengruppe.