Angriff

Islamisten beschießen einen zivilen Konvoi im Norden Syriens

Im Norden Syriens haben islamistische Rebellen einen Konvoi ziviler Lastwagen und Busse angegriffen und dabei eine Frau getötet.

Wie die der Opposition nahestehende Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch mitteilte, wurden 19 Menschen bei dem Angriff am Vortag verletzt, einige lebensgefährlich. Die Aufständischen hätten die Kolonne auf der einzig noch freien Straßenverbindung zur Millionen-Metropole Aleppo angegriffen. Der Beobachtungsstelle zufolge handelt es sich bei den Angegriffenen um armenische Christen. Die Gruppe Ahrar al-Scham hatte am Dienstag ein Video des Angriffs ins Internet gestellt und von einem Angriff auf einen Militärkonvoi gesprochen. Zu sehen sind brennende Fahrzeuge. Am Montag hatte eine andere Gruppe, die mit der al-Qaida verbündete Dschabhat al-Nusra, erklärt, dass man jedes Fahrzeug auf der Straße nach Aleppo angreifen werde.

Unterdessen sind die UN-Abrüstungsbeauftragte Angela Kane und der Giftgasexperte Åke Sellström in Damaskus eingetroffen, um das Terrain für künftige Chemiewaffeninspektionen zu sondieren. Mit der Führung in Damaskus stehen Vorgespräche über die Arbeit einer UN-Expertengruppe für Chemiewaffen auf dem Programm. Das Team soll prüfen, wer im syrischen Bürgerkrieg Chemiewaffen eingesetzt hat. Insbesondere gehe es darum, dem UN-Expertenteam den Zugang zu jenen Gebieten zu ermöglichen, in denen das Giftgas Sarin eingesetzt worden sein könnte, sagte ein UN-Vertreter. Insgesamt gehe es um 14 Orte, für die Verdachtsmomente vorlägen. Regierung und Aufständische beschuldigen sich gegenseitig, mit Chemiewaffen zu kämpfen. Die Regierung in Damaskus hatte zu Beginn des Monats ihre Bereitschaft zu Gesprächen mit Sellström erklärt.