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Geophysik: Permafrostböden schmelzen schneller als gedacht ++ Astrologie: Erde aus 1,4 Milliarden Kilometer Distanz geknipst ++ Biologie: Schlüssel für Regeneration bei Plattwürmern entdeckt

Permafrostböden schmelzen schneller als gedacht

An den Küsten der Antarktis schmelzen selbst bislang stabile Bereiche des Permafrostbodens schneller als gedacht. Verantwortlich dafür sind nicht steigende Temperaturen, sondern eine verstärkte Sonneneinstrahlung in dem Gebiet, berichten Forscher für Geophysik der University of Texas im Fachblatt „Scientific Reports“. Wenn sich die Antarktis im Laufe des Jahrhunderts zusätzlich wie vorherberechnet erwärmt, könne das Bodeneis künftig noch deutlich schneller abtauen und sich die Landschaft dramatisch verändern. Auch der Klimawandel könnte sich dadurch beschleunigen.

Erde aus 1,4 Milliarden Kilometer Distanz geknipst

Die Erde und der Mond sind erstmals aus einer Distanz von 1,4 Milliarden Kilometern erfolgreich fotografiert worden. Die US-Raumfahrtbehörde NASA veröffentlichte am Dienstag Fotos, die von der 1997 ins All entsandten Raumsonde Cassini am 19. Juli in der Nähe des Planeten Saturn aufgenommen wurden. Die NASA wies darauf hin, dass die Bildqualität der Aufnahmen besonders bemerkenswert sei, weil die genutzte Kamera aus den 1990er Jahren stammt und bereits seit 15 Jahren im Einsatz ist. Auf den Fotos sind die Saturn-Ringe in brillanter Schärfe zu erkennen

Schlüssel für Regeneration bei Plattwürmern entdeckt

Dresdner Max- Planck-Forscher haben einen Mechanismus entdeckt, mit dem Plattwürmer wichtige Körperteile nachwachsen lassen. Einige Arten dieser Tiere sind bekannt dafür, dass selbst an einem abgetrennten Schwanz ein neuer Kopf nachwachsen kann. Andere Plattwürmer sind damit dagegen überfordert. Einen solchen Nichtkönner-Wurm haben die Wissenschaftler so manipuliert, dass auch ihm ein neuer Kopf am abgeschnittenen Schwanz wuchs. Die Fähigkeit der Regeneration lasse sich erstaunlich einfach reaktivieren, berichten die Forscher im Fachmagazin „Nature“.