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In Kürze I

Armut: Furcht vor Wohnungsnot im Alter wächst ++ NS-Verbrechen: Friedman verteidigt Belohnung für Hinweise ++ Dachau: Merkel besucht KZ-Gedenkstätte

Furcht vor Wohnungsnot im Alter wächst

Die Deutschen sorgen sich einer Umfrage zufolge zunehmend um bezahlbaren Wohnraum im Alter. Demnach fürchten 83 Prozent aller Befragten, dass es künftig nicht genügend bezahlbare Seniorenwohnungen geben wird. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr, wie der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen mitteilte. Von den über 50-Jährigen seien sogar 87 Prozent davon überzeugt, dass bezahlbare Wohnungen für Senioren immer knapper würden.

Friedman verteidigt Belohnung für Hinweise

Michel Friedman hat die vom Simon-Wiesenthal-Zentrum ausgeschriebene Belohnung für die Ergreifung von Nazi-Kriegsverbrechern verteidigt. Auch im polizeilichen Alltag würden Schwerkriminelle mit diesem Instrument gesucht und dadurch gefangen, sagte der frühere Vizepräsident des Zentralrats der Juden. Das Simon-Wiesenthal-Zentrum hatte am Dienstag unter dem Motto „Spät. Aber nicht zu spät! Operation Last Chance II“ eine Plakatkampagne gestartet.

Merkel besucht KZ-Gedenkstätte

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besucht am 20. August die KZ-Gedenkstätte Dachau. Der Präsident der dortigen Lagergemeinschaft und Holocaust-Überlebende Max Mannheimer sprach von einem historischen Besuch. Noch nie sei vor Angela Merkel ein amtierender Kanzler in der KZ-Gedenkstätte gewesen. „Das Signal des Respekts für die ehemaligen Häftlinge, das Frau Merkel damit setzt, ist für uns Überlebende sehr wichtig“, erklärte Mannheimer am Mittwoch.