Forsa-Umfrage

Sonntagsfrage: Rot-Grün sackt um drei Punkte ab

Die Union kann weiterhin 41 Prozent der Wählerstimmen erreichen, die FDP mit fünf Prozent wieder in den Bundestag einziehen. Das zeigt eine neue Forsa-Umfrage, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Die SPD gibt dagegen einen Punkt ab und käme nur noch auf 22 Prozent, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre. Die Grünen verlieren gar zwei Punkte und erreichen mit zwölf Prozent ihren schlechtesten Wert seit Oktober 2012.

Die Linkspartei kann ein leichtes Plus erreichen und sich um einen Punkt auf neun Prozent verbessern. „Größter Gewinner“ ist nach dieser Umfrage die Piratenpartei, die um zwei Punkte auf vier Prozent zulegen kann. Laut Forsa-Chef Güllner sind sie die Einzigen, die von der Spähaffäre profitieren. „Die Piraten bündeln den Unmut, der durch NSA und die Unglaubwürdigkeit der Politiker entstanden ist“, sagte er dem „Stern“.

Zwei Monate vor der Bundestagswahl hat die Koalition mit 46 Prozent nun einen Vorsprung von drei Punkten vor SPD, Grünen und Linken, die zusammen auf 43 Prozent kommen.

Auch das persönliche Ansehen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird durch die Geheimdienstaffäre offenbar nicht beschädigt. Bei einer Direktwahl des Regierungschefs würden sich der Umfrage zufolge wie in der Vorwoche 57 Prozent der Deutschen für Angela Merkel entscheiden und 21 Prozent (plus 1) für SPD-Herausforderer Peer Steinbrück.

Für den Wahltrend befragte Forsa 2500 Wahlberechtigte zwischen dem 15. und 19. Juli, also inmitten der Debatte um das NSA-Spähprogramm, aber vor Bekanntwerden der engen Zusammenarbeit deutscher und amerikanischer Geheimdienste.