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In Kürze III

Umwelt: Umweltbundesamt: Nitrat im Grundwasser verringern ++ Gesundheit: Vitamin-Präparate nützen Herz und Kreislauf nicht ++ Technik: Brandgefahr: Akkus von E-Bikes nicht tiefentladen

Umweltbundesamt: Nitrat im Grundwasser verringern

Wegen hoher Nitratwerte im deutschen Grundwasser fordern das Umweltbundesamt (UBA) und die EU-Kommission laut einem ARD-Bericht („Report Mainz“) eine Verschärfung der deutschen Düngeverordnung. UBA-Chef Jochen Flasbarth sagte demnach, dass ein Viertel des Grundwassers zu hohe Nitratwerte habe. Das sei ein gravierendes Problem. Das Wasser werde durch Gülle aus der Viehhaltung und Gärreste aus Biogasanlagen verunreinigt. Vor allem die schnell wachsende Anzahl an Biogasanlagen und der damit verbundene Maisanbau würden das Problem verschärfen. „Das Umweltbundesamt empfiehlt dringend, dass die Düngeverordnung verschärft wird.“ Einem noch unveröffentlichten Schreiben der EU-Kommission zufolge werde Deutschland aufgefordert, die Wasserqualität zu verbessern. Vor allem der zunehmende Anbau von Energiepflanzen wie Mais trage zur Verschärfung der Nitratbelastung bei. An dem Problem und seiner Lösung werde gearbeitet, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) dem ARD-Magazin.

Vitamin-Präparate nützen Herz und Kreislauf nicht

Bei Gefäßerkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfall spielt manchmal ein Mangel an Vitaminen und des Minerals Selen eine Rolle. Doch deshalb vorbeugend Vitaminpräparate einzunehmen ist unnütz bis schädlich, sagt Ulrich R. Fölsch, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, unter Bezug auf eine große koreanische Studie mit fast 300.000 Teilnehmern. Demnach verhindern Vitamin- und Spurenelement-Kapseln weder Herzinfarkt noch Schlaganfall. Sie nutzen auch jenen nicht, die bereits einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erlitten haben. Dabei spielen die Kombination der Vitamine, Hersteller, Dosis oder Einnahmedauer keine Rolle. Einige Studien kamen sogar zu dem Ergebnis, dass die Einnahme bestimmter Vitamine wie Beta-Caroten das Risiko für Herztod steigert. Das Spurenelement Selen steht überdosiert sogar im Verdacht, Krebs auszulösen. Vitaminpräparate sollten allenfalls bei nachgewiesenem Mangel und nur gemäß ärztlicher Empfehlung genommen werden.

Brandgefahr: Akkus von E-Bikes nicht tiefentladen

E-Bikes finden immer mehr Anhänger. Doch die Lithium-Akkus sollten mit Sorgfalt behandelt werden, rät Maike Thomas, Brandschutzingenieurin beim Infocenter der R V Versicherung. Denn sie können beim Laden Brände verursachen. „Beschädigt der Fahrradbesitzer den Akku oder bastelt er daran herum, kann sich das Gerät entzünden.“ Regelmäßiges Aufladen schont dagegen den Akku und minimiert die Brandgefahr. Das Gerät sollte dabei aber nicht in Reichweite von brennbaren Materialien stehen. Außerdem brauche der Akku vor dem Laden etwa zehn Minuten, um sich an die Raumtemperatur anzupassen. Eine weitere Gefahrenquelle: Steht das E-Bike längere Zeit ungenutzt im Keller, kann sich der Akku tiefentladen. Oft genügen schon zehn Wochen, und er ist beschädigt. Dadurch steige ebenfalls die Brandgefahr. Die Besitzer sollten ihr E-Bike deshalb spätestens alle ein bis zwei Monate aufladen, auch wenn sie nicht damit gefahren sind.