Meldungen

In Kürze II

Japan: Ministerpräsident Abe gewinnt Parlamentswahl ++ Spanien: Diplomat twittert gegen Katalanen und verliert Job ++ Kolumbien: 21 Soldaten sterben bei Gefechten mit Rebellen ++ Terror: Iranischer Diplomat im Jemen entführt

Ministerpräsident Abe gewinnt Parlamentswahl

Japans rechtsnationaler Ministerpräsident Shinzo Abe hat bei der Oberhauswahl einen überragenden Sieg errungen. Die Koalition aus seiner Liberaldemokratischen Partei (LDP) und ihrem Juniorpartner Komeito habe sich eine komfortable Mehrheit der Sitze gesichert, meldeten japanische Medien. Erstmals seit sechs Jahren wurde die LDP demnach wieder die stärkste Partei. Mit dem Sieg bei der Oberhauswahl beendete Abes seit Dezember regierende Koalition die jahrelange Pattsituation im Parlament. Offizielle Ergebnisse werden an diesem Montag erwartet.

Diplomat twittert gegen Katalanen und verliert Job

Eine wenig diplomatische Wortwahl in einem Twitter-Eintrag hat einen hohen spanischen Diplomaten seinen Job gekostet. Der Vizechef der staatlichen PR-Einrichtung Marca España, Juan Carlos Gafo, hatte sich darüber geärgert, dass das Publikum bei der Schwimmweltmeisterschaft in der katalanischen Metropole Barcelona beim Abspielen der spanischen Nationalhymne gepfiffen hatte. Er schrieb im Kurzmitteilungsdienst Twitter: „Scheiß-Katalanen! Sie haben nichts verdient.“ Außenminister José Manuel García-Margallo enthob den 50-Jährigen seines Postens.

21 Soldaten sterben bei Gefechten mit Rebellen

Bei Gefechten zwischen Rebellen und der Regierungsarmee sind in Kolumbien nach Medienberichten mindestens 21Soldaten und sechs Aufständische getötet worden. Die Armee bestätigte zunächst den Tod von vier Soldaten. Zudem seien sechs Farc-Rebellen bei Gefechten in der südlichen Provinz Caquetá getötet worden. Die kolumbianische Zeitung „El País“ berichtete, dass im Department Arauca 17 Soldaten bei Feuergefechten gefallen seien. Die Vorfälle dürften die seit Monaten laufenden Friedensgespräche zwischen der Regierung und den Farc-Rebellen belasten.

Iranischer Diplomat im Jemen entführt

Ein iranischer Diplomat ist in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa auf offener Straße entführt worden. Bewaffnete Angreifer hätten am Sonntag den Wagen des Diplomaten gestoppt und ihn in ihr eigenes Fahrzeug gezerrt, sagte ein Sprecher der Sicherheitsbehörden der Nachrichtenagentur AP. Ermittlungen zu den Hintergründen der Entführung seien angelaufen. Einzelheiten zur Identität des Diplomaten wurden nicht bekannt. Unklar war, ob der jemenitische Ableger der al-Qaida für die Entführung verantwortlich war.