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Stromversorgung: Berliner Ingenieure bauen weltgrößte Turbine ++ Meer: Größere Blaualgenteppiche in der Ostsee entdeckt ++ Gedächtnis: Sprachen lassen sich singend besser lernen ++ Artenschutz: Forscher entdecken neue Froschart

Berliner Ingenieure bauen weltgrößte Turbine

Deutsche Ingenieure haben eine Turbine gebaut, die alle bisher existierenden übertrifft. Das berichtet die Zeitschrift P.M. Magazin. Die Turbine erzeugt so viel Energie, dass sie eine Millionenstadt mit Strom versorgen kann. Sie ist 13 Meter lang, fünf Meter hoch und 444 Tonnen schwer – so schwer wie ein vollbetankter Airbus A380. Diese größte Gasturbine der Welt mit einer Leistung von 578 Megawatt soll im Block 4 des Kraftwerks von Irsching eingesetzt werden. Sie ist stark genug, München mit Strom zu versorgen. Per Schiff reiste sie vom Berliner Siemenswerk aus 1500 Kilometer über Kanäle und Flüsse bis nach Kelheim. Die letzten Kilometer legte sie auf der Straße zurück.

Größere Blaualgenteppiche in der Ostsee entdeckt

In der Ostsee haben Experten größere Blaualgenteppiche entdeckt. Betroffen seien der Fehmarnsund, die Lübecker Bucht und die westliche Mecklenburger Bucht, berichtete das schleswig-holsteinische Umweltministerium am Freitag nach einem Sichtungsflug zwischen Kiel und Travemünde. Die noch küstenfernen Bereiche mit Wasserverfärbungen seien relativ groß und enthielten große Mengen an Blaualgen. Ob und wann die Teppiche in größerem Umfang Strände erreichen, könne noch nicht vorausgesagt werden, gab das Ministerium an.

Sprachen lassen sich singend besser lernen

Wer in einer unbekannten Fremdsprache singt, lernt sie nach einer neuen Studie effektiver. Für ihren Test haben britische Wissenschaftler 60 Erwachsene Sätze in einer besonders schwierigen Sprache üben lassen: Ungarisch. Wer die Texte sang, merkte sie sich schneller und besser, berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Memory & Cognition“. Im Ergebnis schnitten die Sänger beim Lerneffekt doppelt so gut ab, so die Wissenschaftler. Die singende Gruppe habe die ungarischen Sätze genauer wiedergeben und länger behalten können. Eine dritte Gruppe sprach die Sätze rhythmisch nach – auch ihr gegenüber waren die Sänger im Vorteil.

Forscher entdecken neue Froschart

Eher zufällig haben Wissenschaftler aus dem Senckenberg Museum in Dresden im Regenwald Guayanas (Südamerika) eine bisher unentdeckte Froschart gefunden. Das unscheinbare, daumengroße Tier gehöre zu den Pfeilgiftfröschen und sei noch nicht beschrieben worden, teilte das Museum in Dresden mit. Die Dresdner waren dem Frosch bei ihrer Arbeit zum Ökotourismus und Artenschutz auf die Spur gekommen. Damit untersuchen sie, ob sich beides in den Wäldern Guayanas in Einklang bringen lässt. Der Guiana Shield beherbergt mehr als ein Viertel des noch verbliebenen globalen Regenwaldes.