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In Kürze II

Panama: Nordkorea fordert Freigabe des Schiffes mit Waffen ++ Finanzen: EU-Staaten einigen sich auf Haushalt ++ Birma: Sanktionen nach Reformen aufgehoben

Nordkorea fordert Freigabe des Schiffes mit Waffen

Nordkorea hat die sofortige Freigabe eines von Panama gestoppten Handelsschiffes mit kubanischen Waffen an Bord gefordert. Auch die Besatzung der „Chong Chon Gan“ solle „ohne Verzögerung“ freigelassen werden, erklärte das Außenministerium in Pjöngjang. Die Fracht bestehe aus „veralteten Waffen“, die unter einem rechtmäßigen Vertrag in Nordkorea überholt und nach Kuba zurückgeschickt werden sollten, wurde ein Sprecher von den Staatsmedien zitiert. Pjöngjang warf den panamaischen Behörden vor, den Kapitän und die Crew des Frachtschiffes „unter dem Vorwand einer ,Drogeninspektion‘ voreilig angegriffen und festgenommen zu haben“.

EU-Staaten einigen sich auf Haushalt

Die 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben sich auf die Höhe des EU-Haushalts des kommenden Jahres geeinigt. Sie wollen die Zahlungen auf rund 135 Milliarden Euro begrenzen, wie der Rat der Europäischen Union am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Die Summe liegt unter dem Budget des Vorjahres sowie unter dem Haushaltsentwurf der EU-Kommission für das Jahr 2014. Die Grundsatzeinigung der EU-Botschafter muss von den Mitgliedsstaaten jedoch noch offiziell bestätigt werden. Dies gilt allerdings als Formsache. Schwieriger dürften die Verhandlungen mit dem EU-Parlament werden, die sich bis tief in den Herbst hinziehen können.

Sanktionen nach Reformen aufgehoben

Die EU räumt Birma wegen der Reformen in dem Land nach rund 16 Jahren wieder einen fast schrankenlosen Zugang zum EU-Markt ein. Birma erhalte zoll- und kontingentfreien Zugang zum europäischen Markt, teilte die EU-Kommission mit. Dies gilt für sämtliche Produkte außer Waffen und Munition. Die EU erkennt mit der Marktöffnung die Anstrengungen des Landes zur Verbesserung der politischen Lage und der sozialen Situation an, insbesondere der Arbeitsbedingungen. Die jetzt wieder gewährten Handelspräferenzen waren 1997 infolge schwerer Verletzungen internationaler Abkommen gegen Zwangsarbeit ausgesetzt worden.