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Wohnungsbau: Auch Stellvertreter im GSW-Aufsichtsrat tritt ab ++ Praktiker: Insolvenzverwalter streben Komplett-Verkauf an ++ Tabak: Marlboro-Hersteller macht weniger Gewinn ++ Statussymbole: Umwelthilfe: Viele Dienstwagen Spritschlucker

Auch Stellvertreter im GSW-Aufsichtsrat tritt ab

Der Wohnungskonzern GSW kommt nicht zur Ruhe: Nach Aufsichtsratschef Eckart John von Freyend tritt nun auch dessen Stellvertreter Jochen Scharpe ab. Der Manager lege sein Amt aus persönlichen Gründen zum 31. Dezember nieder, teilte das Unternehmen mit. John von Freyend hatte im Frühjahr zwar seinen Wunschkandidaten für den Posten des Vorstandschefs, den früheren IVG-Manager Bernd Kottmann, durchsetzen können. Doch die darauffolgende beispiellose Investorenrevolte auf der Hauptversammlung hatte so großen öffentlichen Druck erzeugt, dass sowohl John von Freyend als auch Kottmann wenig später ihre Posten räumten. Einflussreiche Aktionäre hatten dem Duo Vetternwirtschaft vorgeworfen.

Insolvenzverwalter streben Komplett-Verkauf an

Die insolvente Baumarktkette Praktiker soll möglichst als Ganzes an einen Investor verkauft werden. Das sagte ein Vertreter des Insolvenzverwalters für die Muttergesellschaft Praktiker AG, Udo Gröner, am Donnerstag in Saarbrücken. Dieses Ziel sei mit dem zweiten Insolvenzverwalter Christopher Seagon abgestimmt. Dieser ist für acht insolvente Praktiker-Firmen und somit für die Praktiker-Märkte zuständig, insgesamt arbeiten für sie rund 8600 Menschen. Die Firmenzentrale war erst im Herbst 2012 aus dem saarländischen Kirkel nach Hamburg umgezogen. Ein Unternehmenssprecher in Hamburg bestätigte, dass es diverse Interessenten für Praktiker gebe.

Marlboro-Hersteller macht weniger Gewinn

Rückläufige Zigarettenverkäufe belasten den Marlboro-Hersteller Philip Morris International. Im zweiten Quartal schrumpfte der Gewinn um acht Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar (1,6 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag in New York mitteilte. Damit fiel der Rückgang noch stärker aus als im ersten Quartal. Der Umsatz ohne die hohen Steuern auf die Glimmstängel sank um annähernd drei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Philip Morris war 2008 aus dem US-Konzern Altria herausgelöst worden, zu dem nach wie vor das Tabakgeschäft in den USA gehört. Das Unternehmen sollte sich unabhängig von den Raucherklagen in den USA entwickeln können.

Umwelthilfe: Viele Dienstwagen Spritschlucker

Sie werben gern mit Umweltschutz, doch ihre Dienstwagen sind oftmals alles andere als grün: In den Garagen vieler Unternehmen parken nach Angaben von Umweltschützern immer noch Sprit schluckende Statussymbole. Nur fünf von 166 befragten Firmen bekamen im Dienstwagen-Check der Deutschen Umwelthilfe (DUH) die grüne Karte für glaubwürdiges Klimabewusstsein. 141 Mal verteilten die Umweltschützer dagegen Rot – entweder für Wagen mit hohem CO2-Ausstoß oder für mangelnde Transparenz. Denn drei von vier Unternehmen machten in der Befragung keine oder unvollständige Angaben. Nur 36 Firmen wollten verraten, welches Modell ihr Vorstandschef fährt.