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In Kürze II

Türkei: Kapitalflucht nach Massenprotesten ++ Israel: Kerrys Bemühungen um Nahost-Frieden erfolglos ++ Russland: Pussy Riot veröffentlicht neues Musikvideo ++ Panama: Kuba gibt Transport von Waffen nach Nordkorea zu

Kapitalflucht nach Massenprotesten

Die Massenproteste gegen die türkische Regierung haben die Märkte stark beeinflusst: In den vergangenen Wochen verzeichnete Ankara einen Abzug an ausländischem Kapital von mehr als drei Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro), wie Vizeregierungschef Ali Babacan am Mittwoch dem türkischen Nachrichtensender NTV sagte. Die Proteste hatten vor allem wegen des brutalen Vorgehens der Sicherheitskräfte weltweit für Aufsehen gesorgt. Babacan machte auch die Politik der US-Zentralbank (Fed) für die Kapitalflucht verantwortlich.

Kerrys Bemühungen um Nahost-Frieden erfolglos

US-Außenminister John Kerry ist auch bei seiner sechsten Vermittlungsreise in den Nahen Osten kein Durchbruch gelungen. Dennoch zeigte er sich bei seinen Bemühungen um eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche zuversichtlich. „Wir waren in der Lage, den Abstand zwischen den Positionen (Israels und der Palästinenser) entscheidend zu verkleinern. Wir nähern uns (einem Erfolg), und ich bleibe zuversichtlich, dass beide Seiten bald in der Lage sein werden, sich wieder gemeinsam an einen Tisch zu setzen“, sagte Kerry.

Pussy Riot veröffentlicht neues Musikvideo

Die kremlkritische Punkrockgruppe Pussy Riot hat knapp ein Jahr nach der Verurteilung dreier Bandmitglieder wegen einer Protestaktion gegen Russlands Staatschef Wladimir Putin ein neues Musikvideo veröffentlicht. Darin sind Bandmitglieder mit farbenfrohen Skimützen und kurzen Röcken zu sehen, die auf einer Ölförderungsanlage singen und tanzen. Begleitet von hektischen Gitarren- und Trommelklängen, vergleichen sie in dem Video Putin mit einem iranischen Ajatollah.

Kuba gibt Transport von Waffen nach Nordkorea zu

Das in Panama aufgebrachte nordkoreanische Frachtschiff hat nach Angaben aus Havanna kubanische Waffen an Bord. Die veralteten Waffen aus sowjetischer Produktion sollten in Nordkorea repariert und zurück nach Kuba gebracht werden, erklärte das kubanische Außenministerium. Panama, das die Waffen bei einer Kontrolle unter einer Ladung Zucker entdeckt hatte, bat die UN zu prüfen, ob es sich um einen Verstoß gegen das für Nordkorea geltende Waffenembargo handelt.