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In Kürze I

Bundestagswahl: AfD tritt in allen 16 Bundesländern an ++ Parlament: Thierse fordert mehr Ostdeutsche im Bundestag ++ Disco-Einsatz: Staatsanwalt ermittelt gegen einen Polizisten

AfD tritt in allen 16 Bundesländern an

Die im Februar neu gegründete Alternative für Deutschland (AfD) wird zur Bundestagswahl am 22. September in allen 16 Bundesländern antreten. Die Partei wird auch in rund der Hälfte der 299 Wahlkreise mit Direktkandidaten vertreten sein, sagte AfD-Sprecher Bernd Lucke in Berlin. Der Bundeswahlausschuss hatte die AfD, die sich für eine Abschaffung des Euro starkmacht, Ende Juni als Partei zugelassen. Um aber in den Ländern mit Landeslisten anzutreten, muss eine Partei in jedem Bundesland mindestens 2000 sogenannte Unterstützungsunterschriften sammeln.

Thierse fordert mehr Ostdeutsche im Bundestag

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse wünscht sich mehr Parlamentarier mit ostdeutschen Biografien im Bundestag. Es sei „bedauerlich, dass die existenziellen Erfahrungen einer Diktatur, des Zusammenbruchs eines Systems, der Entwertung von Lebenserfahrungen immer weniger präsent sind“, sagte der SPD-Politiker am Montag im Interview mit „Zeit online“. „Denn Erfahrungen grundieren politisches Handeln.“ Er beobachte, dass die Zahl der Ostdeutschen im Parlament weiter abnehme, sagte Thierse. „In allen Parteien sind auch die Kandidaten aus Ostdeutschland häufig Westdeutsche.“

Staatsanwalt ermittelt gegen einen Polizisten

Nach der gewalttätigen Festnahme eines 28 Jahre alten Mannes in einer Bremer Diskothek ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt gegen einen Polizisten. „Nach Auswertung der Originalvideoaufnahmen besteht der Verdacht, dass ein Polizeibeamter den 28-Jährigen ohne Rechtfertigung getreten und mit dem Schlagstock geschlagen hat“, teilte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Claudia Kück, am Montag mit. Zunächst hatten sich die Ermittlungen wegen Körperverletzung im Amt gegen unbekannte Polizisten gerichtet.