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In Kürze II

Ägypten: Neue Massenproteste von Mursi-Anhängern in Kairo ++ Pakistan: Junger Christ wegen Blasphemie verurteilt ++ Frankreich: Umweltaktivisten stürmen Gelände von Atomkraftwerk ++ Somalia: Piraterie auf tiefstem Stand seit sieben Jahren

Neue Massenproteste von Mursi-Anhängern in Kairo

In Ägypten haben sich Tausende Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi zu neuen Massenprotesten gegen die Übergangsregierung versammelt. Die Polizei setzte am Montagabend in Kairo Tränengas gegen Demonstranten ein, die eine wichtige Nilbrücke blockierten und Steine auf die Sicherheitskräfte warfen. Bei einem Besuch in Kairo rief der stellvertretende US-Außenminister William Burns zu Dialog und Gewaltverzicht auf. Der Spitzendiplomat ist der erste hochrangige amerikanische und auch westliche Regierungsvertreter, der das Land nach dem Umsturz vom 3. Juli besucht.

Junger Christ wegen Blasphemie verurteilt

Ein junger Christ ist in Pakistan wegen Gotteslästerung zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der heute 21-Jährige sei 2011 festgenommen worden, weil er Textnachrichten, in denen der Prophet Mohammed beleidigt wurde, an muslimische Geistliche verschickt habe, sagte Staatsanwalt Sheikh Javed. Bei dem Geheimprozess in einem Gefängnis in der Provinz Punjab wurde der junge Mann außerdem zu einer Geldstrafe in Höhe von 200.000 Rupien (rund 1560 Euro) verurteilt. Gotteslästerung wird in Pakistan gewöhnlich mit dem Tode bestraft. Staatsanwalt und Verteidiger kündigten Berufung an.

Umweltaktivisten stürmen Gelände von Atomkraftwerk

Bei einer spektakulären Protestaktion haben dutzende Greenpeace-Aktivisten das Gelände des französischen Atomkraftwerks Tricastin gestürmt. Die Aktivisten der Umweltschutzorganisation drangen am Montagmorgen in die Anlage im Südosten Frankreichs ein, entrollten dort unter anderem Protestbanner, wie Greenpeace und die Behörden mitteilten. Die Aktivisten forderten von Frankreichs Staatschef François Hollande eine Schließung des Atomkraftwerks Tricastin. Das Innenministerium in Paris betonte, es sei den Aktivisten nicht gelungen, in die „sensiblen Bereiche“, wie etwa die Kontrollräume des Kraftwerks vorzudringen.

Piraterie auf tiefstem Stand seit sieben Jahren

Die Zahl der Piratenangriffe vor der Küste Somalias und im Golf von Aden ist auf den tiefsten Stand seit 2006 gefallen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres seien nur noch acht Angriffe, darunter zwei Kaperungen, registriert worden, teilte die Meldestelle der internationalen Handelskammern für solche Überfälle (IMB) in Kuala Lumpur mit. Die beiden gekaperten Schiffe hätten von Marineeinheiten befreit werden können. „Die Marineeinheiten spielen weiter eine entscheidende Rolle, um diese Bedrohung unter Kontrolle zu halten“, sagte IBM-Direktor Pottengal Mukundan.