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In Kürze II

Portugal: Regierung bittet um spätere Troika-Prüfung ++ Srebrenica: 409 Opfer des Massakers bekommen neue Gräber ++ Rumänien: Ponta will Integration der Roma verbessern ++ Griechenland: Streik gegen staatliches Notprogramm im Fernsehen ++ Vatikan: Papst stärkt Strafrecht bei Kindesmissbrauch

Regierung bittet um spätere Troika-Prüfung

Wegen der politischen Krise in Portugal hat die Regierung um eine Verschiebung der nächsten Troika-Prüfung gebeten. Die für Ende August oder Anfang September geplante Bestandsaufnahme der Reform- und Sparbilanz durch die Gläubiger-Inspektoren der EU-Kommission, Europäischen Zentralbank und des Internationalem Währungsfonds solle verschoben werden, damit die Sparmaßnahmen wie geplant umgesetzt werden können, so das Finanzministerium.

409 Opfer des Massakers bekommen neue Gräber

In Bosnien-Herzegowina haben zum 18. Jahrestag des Massakers von Srebrenica 409 Mordopfer von damals, die erst kürzlich identifiziert werden konnten, ein neues Grab erhalten. Darunter sind 43 Jungen im Teenageralter und ein Baby, das während des Massakers geboren worden war. Ihre Überreste waren in Massengräbern gefunden worden und wurden nun auf einem Friedhof beigesetzt. Dort liegen nun 6000 der Opfer.

Ponta will Integration der Roma verbessern

Rumäniens Ministerpräsident Victor Ponta hat mehr Anstrengungen bei der Integration der Roma angekündigt. „Die rumänische Regierung hat beschlossen, die finanziellen Ressourcen besser für konkrete Projekte zu nutzen“, sagte er am Donnerstag nach einem Treffen mit seinem französischen Kollegen Jean-Marc Ayrault in Bukarest. Bisher hätten sich vor allem Nichtregierungsorganisationen um die Roma gekümmert.

Streik gegen staatliches Notprogramm im Fernsehen

Griechische Journalisten haben aus Protest gegen die Ausstrahlung eines Notprogramms des staatlichen Fernsehens kurzzeitig ihre Arbeit niedergelegt. Knapp einen Monat nach seiner Schließung war das Staatsfernsehen am Mittwoch wieder auf Sendung gegangen – mit einem alten griechischen Spielfilm. Das griechische Öffentliche sendet aus dem Studio einer privaten Firma.

Papst stärkt Strafrecht bei Kindesmissbrauch

Papst Franziskus hat das vatikanische Strafrecht umfassend reformiert. Wie der Kirchenstaat am Donnerstag mitteilte, sollen Kinderschänder in den Reihen des Vatikan künftig mit bis zu zwölf Jahren Gefängnis bestraft werden. Damit zog das neue Kirchenoberhaupt die Konsequenz aus einer Reihe von Missbrauchsskandalen. Zudem wurde die lebenslange Haftstrafe in maximal 35 Jahre Freiheitsentzug umgewandelt.