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In Kürze I

NSU-Prozess: Heftige Wortgefechte im Gerichtssaal ++ Russland-Kritik: Gauck fordert mehr Rechtsstaatlichkeit ++ Verkehr: Kritik am Streik der Schleusenwärter ++ Gesundheit: Die meisten Deutschen wollen eine Impfpflicht

Heftige Wortgefechte im Gerichtssaal

Heftiger Wortwechsel im NSU-Prozess: Ein Nebenklagevertreter hat am Donnerstag den Münchner Mordermittler Josef Wilfling lautstark attackiert. „Der Zeuge hantiert mit Halbwahrheiten“, rief Rechtsanwalt Adnan Erdal mehrmals. Zuvor hatte er den Ermittlern vorgeworfen, sie hätten nicht ausreichend rechtsradikale Hintergründe geprüft.

Gauck fordert mehr Rechtsstaatlichkeit

Bundespräsident Joachim Gauck hat bei seinem Besuch der baltischen Staaten mehr Rechtsstaatlichkeit in Russland gefordert. „Es geht nicht um Besserwisserei“, sagte er am Donnerstag im litauischen Vilnius. Die Sorgen der russischen Bevölkerung müssten aufgenommen werden. „Die Europäer haben allen Grund, den Rechtsstaatsdiskurs mit Russland zu intensivieren.“

Kritik am Streik der Schleusenwärter

Die Streiks an den deutschen Schleusen stoßen bei der Bundesregierung auf Unverständnis. Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) habe den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bereits rechtsverbindlich zugesichert, sagte eine Ministeriumssprecherin am Donnerstag in Berlin. Die von der Gewerkschaft geforderte tarifvertragliche Regelung bringe keinen Mehrwert für die Mitarbeiter.

Die meisten Deutschen wollen eine Impfpflicht

Die meisten Menschen in Deutschland wollen einer aktuellen Studie zufolge eine Impfpflicht. Nach den auffälligen Masern-Ausbrüchen in diesem Jahr in Berlin, Bayern und Nordrhein-Westfalen sprachen sich 80 Prozent der Befragten für eine solche Regelung aus, wie die DAK-Gesundheit am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hatte eine Impfpflicht kürzlich als letztes Mittel ins Spiel gebracht.