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Luxemburger Agentenaffäre

Medienbericht Ins Rollen gebracht hat die Affäre die luxemburgische Zeitung „d’Lëtzebuerger Land“ Ende 2012. Das Blatt veröffentlichte wortgetreu ein Gespräch, das Juncker 2007 mit SREL-Chef Marco Mille führte – dieser hatte die Unterredung heimlich mitgeschnitten.

Karteikarten In dem Gespräch teilt Mille Juncker demnach mit, dass 300.000 Karteikarten oder ähnliche Aufzeichnungen mit Informationen über Bürger und Politiker vernichtet worden waren, die während des Kalten Kriegs angelegt worden seien.

Aufzeichnung Zugleich verrät Mille, dass ein Gespräch des Regierungschefs mit Staatsoberhaupt Großherzog Henri von Luxemburg aufgezeichnet wurde. Er spricht auch von Informationen des SREL über Kontakte des Großherzogs zum britischen Geheimdienst. Nach diesen mutmaßlichen Enthüllungen richtete Luxemburgs Parlament einen Untersuchungsausschuss ein. Die Nachprüfungen ergaben unter anderem, dass sich in den Kellern des SREL 13.000 Akten zu Bürgern, Firmen und Verbänden befinden. Geschäftsleute sollen in Milles Amtszeit illegal bespitzelt worden sein.