Meldungen

In Kürze II

Ägypten: Gestürzter Mursi wird „mit Würde“ behandelt ++ Japan: Fukushima-Direktor stirbt an Krebs ++ Malta: Europäischer Gerichtshof verhängt Abschiebestopp ++ Türkei: 19-jähriger Demonstrant erliegt seinen Verletzungen

Gestürzter Mursi wird „mit Würde“ behandelt

Der gestürzte Präsident Mohammed Mursi befindet sich nach Angaben des ägyptischen Außenministeriums an einem sicheren Ort und wird dort „mit Würde“ behandelt. Mursi sei keines Verbrechens angeklagt worden, doch „für seine eigene Sicherheit und für die Sicherheit des Landes ist es besser, ihn festzuhalten“, sagte Ministeriumssprecher Badr Abdel-Atti am Mittwoch vor Journalisten. „Ansonsten könnten die Konsequenzen fatal sein.“ Gegen zehn andere Mitglieder von Mursis Muslimbruderschaft wurde am Mittwoch indes Haftbefehl erlassen.

Fukushima-Direktor stirbt an Krebs

Masao Yoshida, Direktor des Atomkraftwerks von Fukushima zum Zeitpunkt des verheerenden Tsunamis, ist tot. Yoshida litt an Speiseröhrenkrebs und starb am Dienstag in einem Krankenhaus, wie die Betreiberfirma Tepco mitteilte. Yoshida war 58 Jahre alt. Der Direktor setzte sich in den ersten Stunden nach dem Erdbeben im März 2011 über eine Anordnung von Tepco hinweg und setzte das Einpumpen von Meerwasser zur Kühlung der beschädigten Reaktoren fort. Seine Gehorsamsverweigerung verhinderte Schlimmeres. Er wurde zum Helden.

Europäischer Gerichtshof verhängt Abschiebestopp

In Malta spitzt sich das Drama um Hunderte Flüchtlinge aus Somalia und anderen Ländern zu. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat in einer Eilentscheidung angeordnet, die Abschiebung einer größeren Gruppe von Menschen zurück nach Afrika zu stoppen. Laut maltesischen Medien geht es um etwa 45 Migranten, die am Dienstag per Boot angekommen waren und sofort in ihr Durchreiseland Libyen zurückgeflogen werden sollten. Unterdessen kamen am Mittwochmorgen weitere 62 Bootsflüchtlinge an.

19-jähriger Demonstrant erliegt seinen Verletzungen

Die Zahl der Toten bei den seit Wochen andauernden regierungsfeindlichen Protesten in der Türkei ist auf mindestens fünf gestiegen. Mehr als einen Monat nach einer Demonstration in der westanatolischen Stadt Eskisehir starb ein 19-Jähriger dort im Krankenhaus an seinen Kopfverletzungen. Der Student war bei der Demonstration vor der Polizei davongerannt und von einer Gruppe unbekannter Männer angegriffen worden. Festgenommen wurde niemand. Bei den seit Ende Mai andauernden landesweiten Protesten kamen bislang mindestens vier Demonstranten und ein Polizist ums Leben.