Statistik

Heute sind wir 7.155.458.015 Menschen

Am Donnerstag ist der Weltbevölkerungstag. Die Menschheit wächst stärker als erwartet – nur nicht in Berlin

Die Weltbevölkerungsuhr in Hannover läuft und läuft. Die zwei mal drei Meter große Uhr, die vor dem Stadion von Hannover 96 steht, verändert ihre zehnstellige Ziffernfolge schneller als prognostiziert. Denn die Weltbevölkerung wächst stärker als von Experten erwartet. 2,6 Menschen pro Sekunde, 158 pro Stunde oder 82,9 Millionen pro Jahr kommen hinzu – mehr als die Bevölkerung Deutschlands. Auf der Erde leben an diesem Donnerstag, dem Weltbevölkerungstag, um 12 Uhr mittags exakt 7.155.458.015 Menschen. So weit zumindest die Berechnungen der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung. 2050 werden es 9,6 Milliarden sein. Das Bevölkerungswachstum findet fast ausschließlich in Entwicklungsländern statt, Afrikas Bevölkerung vervierfacht sich demnach von heute 1,1 Milliarden bis 2100 auf 4,2 Milliarden.

Berlin dagegen hat nach den jüngsten Zensusergebnissen überraschend rund 180.000 Einwohner weniger als gedacht – 3,292 Millionen statt knapp 3,5 Millionen. Die Folge: Künftig fließt fast eine halbe Milliarde Euro weniger im Jahr aus dem Länderfinanzausgleich, zudem muss die Stadt 940 Millionen Euro an die Geberländer zurückzahlen. Aber auch auf Volksbegehren, Stadtplanung, Bildungs- und Sozialpolitik wirkt sich der Zensus aus. Der Senat hat Widerspruch gegen die Zahlen erhoben, denn sie stehen im Widerspruch zu den Berliner Melderegistern. Doch unter dem Strich, sagen die Demografen, wächst die Stadt – nicht durch Geburten, sondern durch Zuwanderung.