Meldungen

In Kürze III

Ehemaliger US-Finanzminister: 200.000 Dollar für Rede bei der Deutschen Bank ++ Stabile Leitungen: Bundesnetzagentur lobt die Gas-Versorgung ++ Umweltfreundlichkeit: Deutsche misstrauen Öko-Siegeln

200.000 Dollar für Rede bei der Deutschen Bank

Noch vor wenigen Monaten kümmerte sich Timothey Geithner um die Finanzen der USA – nun offenbar um seine eigenen. Der frühere Finanzminister ist in ein lukratives Geschäft eingestiegen: Reden gegen Honorar. Einen seiner ersten Auftritte hatte er bei einer Veranstaltung der Deutschen Bank in Großbritannien. Angebliches Honorar: 200.000 Dollar. Das berichtet die „Financial Times“. Demnach trat Geithner im Rahmen eines prominent besetzten Konferenz der Bank auf. Er hielt eine Rede und beantwortete Fragen. Weder die Bank noch Geithner selbst äußern sich zu den Details des Engagements.

Bundesnetzagentur lobt die Gas-Versorgung

Das deutsche Gasnetz ist nach Einschätzung der Bundesnetzagentur in einem hervorragenden Zustand. Im Jahr 2012 hätten Endverbraucher im Schnitt unter zwei Minuten Netzunterbrechung hinnehmen müssen. Das Gasnetz ist damit deutlich stabiler als das Stromnetz, das im Vorjahr 2011 – neuere Zahlen liegen nicht vor – gut 15 Minuten ungeplante Versorgungsunterbrechungen verzeichnete. „Der erneut niedrige Wert zeugt von einem qualitativ hochwertigen und gut gewarteten Gasnetz“, sagte Behördenchef Jochen Homann. Dies sei auch angesichts der Energiewende und der stark schwankenden Einspeisung erneuerbarer Energien wichtig. Für den Durchschnittswert der Gas-Versorgungsunterbrechungen wurden Meldungen von 721 deutschen Gasnetzen berücksichtigt. Das deutsche Netz umfasst rund 500.000 Kilometer Leitung.

Deutsche misstrauen Öko-Siegeln

Mehr als jeder zweite Deutsche hat kein Vertrauen in Öko-Siegel – ein höherer Anteil als in jedem anderen EU-Land. „Im Vergleich mit dem EU-Durchschnitt scheinen die Deutschen skeptischer, wenn es um Behauptungen von Firmen zur Umweltfreundlichkeit geht“, sagte der Sprecher von EU-Umweltkommissar Janez Potocnik am Montag zu einer jüngst veröffentlichten Umfrage der Brüsseler Behörde. 55 Prozent der Befragten glaubten demnach gar nicht oder kaum, dass als umweltfreundlich beworbene Produkte der Umwelt weniger schadeten als andere Waren. Unter den EU-Bürgern sind die Deutschen besonders misstrauisch. Für die Umfrage waren im Dezember 2012 insgesamt 25.568 befragt worden