Spiele-Olympiade

Kartenspiel „Hanabi“ in Berlin zum Spiel des Jahres gewählt

Klein, handlich, kreativ: Mit diesem Konzept hat das Kartenspiel „Hanabi“ (Verlag Abacusspiele) überzeugt und ist zum Spiel des Jahres 2013 nominiert worden.

Das Besondere ist, dass die bis zu fünf Spieler ihre Karten verkehrt herum halten. Gewinnen kann man nur zusammen, indem man sich Tipps zum richtigen Ablegen der Karten gibt. Mit dieser ausgefallenen Idee habe der französische Autor Antoine Bauza ein ganz neues Spielgefühl erzeugt, hob die Jury am Montag in Berlin hervor. Damit schaffte es zum ersten Mal seit 1978 ein kleines Kartenspiel auf das Gold-Podest in der „Spiele-Olympiade“. „Hanabi“ kostet acht Euro.

Mit der cleveren Spielidee stach das Kartenspiel die beiden Konkurrenten aus: „Augustus“, ein ins alte Rom transferiertes Bingo-Spiel und „Qwixx“, ein ausgeklügeltes Würfelspiel. Allen drei nominierten Spielen sei jedoch gemeinsam, dass „klassische Spielmechanismen auf überraschende oder schräge Weise neu interpretiert wurden“, sagte Jury-Vorsitzender Tom Felber. Die Preise sollen das Spiel als Kulturgut fördern. „Hanabi“ ist japanisch und bedeutet „Feuerblume“. Mit Karten von eins bis fünf in sechs verschiedenen Farben sollen die Spieler ein Feuerwerk auf den Tisch zaubern. Die Karten müssen jedoch in der richtigen Reihenfolge von eins bis fünf in den Farben abgelegt werden. Sehen kann jeder Spieler aber nur die Karten seiner Mitspieler und diejenigen, die bereits ausgelegt sind. Um die richtige Karte aus seinen zu ziehen, dürfen die Mitspieler Tipps geben. Doch das kostet Chips, die schnell verbraucht sind. Dieser „einmalige Mix aus kooperativen, kommunikativen und deduktiven Spieleelementen“ überzeugte die Jury.