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In Kürze II

Nord- und Südkorea: Sonderwirtschaftszone soll wiedereröffnet werden ++ Syrien: Entführte Helfer wieder in Deutschland ++ Portugal: Regierungsparteien legen ihren Zwist bei ++ Vatikan: Papst Franziskus: Keine Angst vor neuen Strukturen

Sonderwirtschaftszone soll wiedereröffnet werden

Nord- und Südkorea haben sich auf eine Wiedereröffnung ihrer gemeinsamen Sonderwirtschaftszone geeinigt. Beide Länder seien sich im Grundsatz darüber einig, dass die Firmen in Kaesong wieder ihren Betrieb aufnehmen sollten, „wenn sie bereit sind“, teilte die Regierung in Seoul nach Abschluss der Verhandlungen am Sonntag (Ortszeit) mit. Der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel hatte sich im Frühjahr zugespitzt. Neben der Androhung von Atomangriffen auf die USA und Südkorea schloss Pjöngjang im April dann Kaesong.

Entführte Helfer wieder in Deutschland

Zwei Mitarbeiter der Hilfsorganisation Grünhelme, die in Syrien verschleppt worden waren, sind wieder in Deutschland. Die beiden Männer landeten nach ihrer wochenlangen Geiselhaft in Frankfurt am Main. „Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut“, so ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Das Schicksal eines dritten Entführten ist weiter unklar. Die Helfer waren am 15. Mai aus ihrer Wohnung in Harem an der Grenze zur Türkei entführt worden. Grünhelme e.V. engagiert sich in Krisenregionen beim Wiederaufbau zerstörter Einrichtungen. Syrische Regierungstruppen sind derweil in der Stadt Homs weiter gegen Rebellen vorgerückt. Syrische Aktivisten warfen der Regierung vor, mit Giftgas angegriffen zu haben, was die Regierung verneinte.

Regierungsparteien legen ihren Zwist bei

In Portugal haben die Regierungsparteien ihre Differenzen nach dem Rücktritt zweier Minister offenbar beilegen können. Die Parteien hätten eine Vereinbarung ausgearbeitet, die die „Stabilität der Regierung“ garantiere, und diese dem Staatspräsidenten vorgelegt, sagte Nuno Melo von der Volkspartei, die der kleinere Regierungspartner von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho ist. Die Koalitionsführer wollten ihren Pakt noch am Sonnabend vorstellen. Der Rücktritt des parteilosen Finanzministers Vítor Gaspar und des Außenministers Paulo Portas von der Volkspartei hatten für Nervosität an den Finanzmärkten gesorgt. Portas war aus Protest gegen die Sparmaßnahmen zurückgetreten, Gaspar hatte sich nicht in seiner Sparpolitik unterstützt gefühlt.

Papst Franziskus: Keine Angst vor neuen Strukturen

Papst Franziskus hat zur Offenheit für die Erneuerung kirchlicher Strukturen aufgerufen. „Im Leben der Kirche gibt es altertümliche und vergängliche Strukturen. Es ist notwendig, sie zu erneuern“, sagte er bei einer Frühmesse. Die Christen sollten keine Angst vor solchen Veränderungen haben. Jesus selbst sei als Erneuerer in die Welt gekommen und habe die damaligen jüdischen Gesetzesbegriffe auf den Kopf gestellt. Für die frühen Christen habe nicht die Befolgung dieser Gesetze im Vordergrund gestanden, sondern die Gemeinschaft gutwilliger Menschen. Die Kirche „hat sich immer von den Orten, Zeiten und Menschen verändern lassen“, sagte der Papst bei der Messe im vatikanischen Gästehaus Santa Marta.