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In Kürze II

Südafrika: Ex-Präsident de Klerk vor Herzoperation ++ Russland: Oligarch Abramowitsch zieht sich aus Politik zurück ++ Iran: Neue Sanktionen vertreiben chinesische Firmen ++ Afghanistan: Elf Tote bei Angriff von Selbstmordkommandos

Ex-Präsident de Klerk vor Herzoperation

Der letzte südafrikanische Staatschef der Apartheid-Ära, Frederik Willem de Klerk, muss sich einer Herzoperation unterziehen. Bei dem Eingriff werde dem Expräsidenten ein Herzschrittmacher eingesetzt, teilte eine nach de Klerk benannte Stiftung in Kapstadt am Dienstag mit. De Klerk, der zunächst als Verfechter der Trennung von Weißen und Nicht-Weißen am Kap galt, hatte schließlich erheblichen Anteil am relativ friedlichen Übergang zu einem demokratischen Südafrika. De Klerk bekam 1993 gemeinsam mit Mandela den Friedensnobelpreis.

Oligarch Abramowitsch zieht sich aus Politik zurück

Der russische Oligarch Roman Abramowitsch, 46, zieht sich aus der Politik zurück, weil ein neues Gesetz Abgeordneten keine Konten im Ausland mehr erlaubt. Der Eigentümer des englischen Fußball-Erstligisten FC Chelsea sei im Autonomen Gebiet der Tschuktschen als Parlamentspräsident zurückgetreten, teilte die Region im äußersten Nordosten Russlands am Dienstag mit. Der Unternehmer, dessen Vermögen das Magazin „Forbes“ auf 10,2 Milliarden US-Dollar schätzt, hatte viel Geld in den Aufbau des schwach entwickelten Gebiets investiert.

Neue Sanktionen vertreiben chinesische Firmen

Neue US-Sanktionen gegen den Iran haben nun auch chinesische Firmen aus dem Land getrieben. Ein am Montag in Kraft getretenes US-Gesetz zur Landesverteidigung setzt Irans Schifffahrt, Schiffbau-Industrie sowie den Energie- und Hafenverwaltungssektor auf eine schwarze Liste. Ausländische Speditionen haben sich mittlerweile zurückgezogen, um nicht gegen Sanktionen zu verstoßen. Da die Regierung in Teheran nun auf Lieferungen über den Landweg angewiesen ist, werden voraussichtlich auch die Preise für Lebensmittel steigen.

Elf Tote bei Angriff von Selbstmordkommandos

Beim Angriff eines Taliban-Selbstmordkommandos auf ein ziviles Vertragsunternehmen der ausländischen Truppen in Kabul sind mindestens elf Menschen getötet worden, sagte Kabuls Polizeichef Ajub Salangi. Auch alle vier Angreifer seien ums Leben gekommen. Das Innenministerium hatte am Montag mitgeteilt, dass der Krieg in Afghanistan innerhalb eines Monats mehr als 1200 Menschen das Leben gekostet habe. Darunter waren knapp 300 Angehörige der Sicherheitskräfte, mehr als 750 Taliban-Kämpfer und 180 Zivilisten.