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In Kürze I

Hochwasser: EU gibt 600 Millionen Euro für Deutschland frei ++ Diplomatie: Westerwelle wirbt für Timoschenko-Behandlung ++ Jugend: Parteiinterne Kritik an Sahra Wagenknecht

EU gibt 600 Millionen Euro für Deutschland frei

Die EU-Kommission hat 600 Millionen Euro Staatshilfen für die in Deutschland vom Hochwasser betroffenen Landwirte genehmigt. Das Geld ist für Entschädigungszahlungen an Bauern vor allem in Ost- und Süddeutschland vorgesehen. Die geplanten Hilfen entsprächen den EU-Bestimmungen für staatliche Unterstützungen, erklärte die Kommission am Dienstag. Viele Landwirte müssen Verluste verkraften, weil das Hochwasser ihre Felder überschwemmte, die Ernte vernichtete und Maschinen beschädigte.

Westerwelle wirbt für Timoschenko-Behandlung

Im Fall der inhaftierten ukrainischen Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko wirbt Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) unverändert für eine humanitäre Lösung. „Unser Angebot einer medizinischen Behandlung in Deutschland steht weiterhin“, betonte er am Dienstag nach einem Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Leonid Koshara in Berlin. Timoschenko, die unter starken Rückenproblemen leidet, war im ostukrainischen Charkow bereits mehrfach von Ärzten der Berliner Charité behandelt worden.

Parteiinterne Kritik an Sahra Wagenknecht

Linken-Parteivize Sahra Wagenknecht stößt in der eigenen Partei weiter auf Kritik mit ihrer Forderung, deutschen Jugendlichen bei der Suche nach Lehrstellen Vorrang vor südeuropäischen Jugendlichen zu geben. „Es kann nicht angehen, junge Menschen in Europa gegeneinander auszuspielen“, der Linken-Bundestagsabgeordnete Jan Korte der „Mitteldeutschen Zeitung“. Das gehe „erst recht nicht für eine linke Partei“. In einer Krisensituation wie derzeit in Europa dürfe nicht mit Ressentiments gespielt werden.