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In Kürze III

Medizin: Deutschlands größte Studie zur Gesundheit startet 2014 ++ Anthropologie: Blumenschmuck auf Gräbern schon seit 13.000 Jahren ++ Wetter: Bessere Vorhersage des Klimaphänomens „El Niño“

Deutschlands größte Studie zur Gesundheit startet 2014

Mit der bislang größten Gesundheitsstudie Deutschlands soll es gelingen, mehr über Volkskrankheiten zu erfahren und diese einzudämmen. Von 2014 an werden bundesweit mehr als 200.000 Menschen zwischen 20 und 69 Jahren in regelmäßigen Abständen untersucht und befragt. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) und Wissenschaftsvertreter stellten das Projekt am Montag vor. Die Forscher erhoffen sich Erkenntnisse über den Einfluss der Gene, der Umweltbedingungen sowie des sozialen Umfelds und des Lebensstils auf Volkskrankheiten. Insgesamt solle die Studie 210 Millionen Euro kosten, teilte das Ministerium mit. Auch 13 Universitäten seien beteiligt. Finanziert werden soll die Untersuchung vom Ressort Wankas, 14 beteiligten Ländern und der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

Blumenschmuck auf Gräbern schon seit 13.000 Jahren

Menschen haben ihre Gräber schon vor Jahrtausenden mit Blumen geschmückt. Sie legten die Grabstätten mit duftenden und farbenprächtigen Exemplaren aus, wie eine Untersuchung von etwa 12.700 Jahre alten Gräbern in Israel zeigte. Blumenschmuck habe demnach schon früher als bisher angenommen bei öffentlichen und zeremoniellen Anlässen ein Rolle gespielt, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin „Proceedings“ der Nationalen Akademie der Wissenschaften in den USA („PNAS“). Der damalige Hintergrund des Brauchs ist offen, aber Dani Nadel von der Universität Haifa und seine Kollegen vermuten, dass eine solche Tradition das Gemeinschaftsgefühl und den Zusammenhalt der Gruppe gestärkt habe.

Bessere Vorhersage des Klimaphänomens „El Niño“

Die Erderwärmung hat das Klimaphänomen „El Niño“ verschärft. Daten von Baum-Jahresringen ergäben, dass „El Niño“ im späten 20. Jahrhundert deutlich aktiver gewesen sei als in den sieben Jahrhunderten zuvor, so ein Team um Jinbao Li von der Universität Hawaii. „El Niño“ tritt gegen Jahresende auf und führt unter anderem zur Erwärmung des Ostpazifik. Die Folgen: starke Regenfälle in Südamerika und Dürren in Australien. Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und der Uni Göttingen konnten jedoch die Vorhersage von „El Niño“-Phasen verbessern. Demnach verlängert sich die Vorwarnzeit mithilfe von Temperaturdaten und neuen mathematischen Analysen von sechs auf zwölf Monate. Das gebe den Menschen mehr Zeit zur Vorbereitung.