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In Kürze II

Technologie: Siemens zieht sich aus Firma mit Nokia zurück ++ Verlage: Megafusion von Random House und Penguin besiegelt ++ Brasilien: Proteste zum Endspiel im Confederations-Cup ++ Kroatien: Jubel und Zweifel in Zagreb über den EU-Beitritt

Siemens zieht sich aus Firma mit Nokia zurück

Nach Jahren vergeblicher Käufersuche zieht sich der Technologiekonzern Siemens aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit dem finnischen Handyhersteller Nokia zurück. Siemens verkaufe seine Hälfte am Mobilfunknetzausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) für 1,7Milliarden Euro an Partner Nokia, teilten die Konzerne mit. Nokia und Siemens hatten NSN im April 2007 gegründet. NSN brachte Siemens jedoch schon rasch massive Verluste ein.

Megafusion von Random House und Penguin besiegelt

Die Fusion von Random House und Penguin zum größten Publikumsverlag der Welt ist besiegelt. Beide Seiten unterzeichneten am Montag die Verträge, wie Bertelsmann in Gütersloh mitteilte. Das Medienunternehmen hält 53 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen mit dem Namen Penguin Random House, Penguin-Mutter Person 47 Prozent. Der Verlag umfasst alle Einheiten der bisherigen Töchter in den USA, Kanada, Großbritannien, Australien, Neuseeland und Indien. Nicht betroffen ist das Deutschlandgeschäft von Random House.

Proteste zum Endspiel im Confederations-Cup

Auch zum Endspiel des Fußball-Confederations-Cup ist es in Rio de Janeiro wieder zu Protesten gekommen. Zehntausende Demonstranten forderten die Rücknahme der Privatisierung des Maracanã-Stadions in Rio de Janeiro. Sie kritisierten den Weltfußballverband Fifa und die staatlichen Milliardenausgaben für sportliche Großereignisse. Die Polizei hinderte mehrere Demonstrationszüge daran, zum Maracanã-Stadion vorzudringen, wo am Abend Brasilien Spanien im Endspiel mit 3:0 besiegte.

Jubel und Zweifel in Zagreb über den EU-Beitritt

Mit einem krachenden Feuerwerk und der europäischen Hymne, mit vielen Hoffnungen, aber auch großen Sorgen haben Zehntausende Kroaten in der Nacht zum Montag die Aufnahme des Landes in die EU als 28. Mitglied gefeiert. Präsident Ivo Josipovic rief seine Landsleute in Zagreb auf, das neue Kapitel trotz Krise mit Optimismus zu starten. Damit der korruptionsbelastete Staat kein Sorgenkind der EU bleibe, mahnte Berlin zu weiteren Reformen.