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In Kürze I

Gesundheitsminister: Daniel Bahr sucht einen Kita-Platz für seine Tochter ++ Ministerpräsidentin: Lieberknecht verlangt rasche Rentenangleichung ++ Hartz IV: Viele verzichten trotz Anspruchs

Daniel Bahr sucht einen Kita-Platz für seine Tochter

Gesundheitsminister Daniel Bahr, 36, wird nach der Geburt seiner Tochter Carlotta Filippa Amelie mit den alltäglichen Problemen von Eltern konfrontiert. „Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass man sich schon vor der Geburt des Kindes bei der Kita anmelden muss“, vertraute der FDP-Politiker der „Bild am Sonntag“ an. Der Minister und seine Frau Judy wollen, dass ihr Nachwuchs nach einem Jahr in den Kindergarten geht, weil dann beide wieder arbeiten wollen. „Unsere Tochter wird in die Kita kommen, wenn wir einen Platz kriegen“, so Bahr.

Lieberknecht verlangt rasche Rentenangleichung

Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) verlangt, dass die Angleichung der Renten in den neuen und alten Ländern sofort nach der Bundestagswahl vorgenommen wird. „Wir dürfen uns auf keinen Fall davon verabschieden, die letzten Probleme der deutschen Teilung zu lösen“, sagte sie dem „Focus“. Möglicherweise könne dies in der anstehenden Diskussion um den Solidarpakt geregelt werden. Die im Westen zunehmend kritisierte milliardenschwere Sonderförderung läuft 2019 aus. Im Wahlprogramm der Union ist eine Angleichung der Renten nicht vorgesehen.

Viele verzichten trotz Anspruchs

Viele Hartz-IV-Berechtigte verzichten offenbar auf das Beantragen der ihnen zustehenden Leistungen. Als mögliche Gründe nennt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer aktuellen Studie Unwissenheit, Scham oder eine nur sehr geringe zu erwartende Leistungshöhe oder -dauer. Nach aktuellen Simulationsrechnungen des IAB für das Bundesarbeitsministerium leben in Deutschland demnach zwischen 3,1 und 4,9 Millionen Menschen, die kein Hartz IV beantragen, obwohl sie Anspruch darauf hätten, umgerechnet sind das zwischen 34 und 44 Prozent der Berechtigten.