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In Kürze II

Familienpolitik: Forscher erheben Vorwürfe gegen Ministerium ++ Folteranklage: Ex-Dikator des Tschad im Senegal festgenommen ++ Brasilien: Umfragewerte für Präsidentin Dilma Rousseff im Keller ++ Bomben: Fast 50 Tote bei Anschlägen in Pakistan

Forscher erheben Vorwürfe gegen Ministerium

Das Familienministerium hat laut einem Medienbericht offenbar wissenschaftliche Institute aufgefordert, die Darstellung von Studienergebnissen zu familienpolitischen Leistungen abzuändern. Das berichtet „Spiegel online“ unter Berufung auf mehrere deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute. So musste unter anderem das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) die geplante Presseerklärung zu den Studienergebnissen dem Ministerium vorlegen. Man habe sich zum Abschluss auf „eher inhaltslose“ Erklärungen geeinigt, hieß es vom ZEW. Das Familienministerium wies Kritik zurück.

Ex-Dikator des Tschad im Senegal festgenommen

Der frühere Diktator des Tschad, Hissène Habré, ist in Senegal in Gewahrsam genommen worden. Eine paramilitärische Polizeieinheit habe seinen Mandanten am Sonntag in seinem Haus in der Hauptstadt Dakar abgeholt, sagte Habrés Anwalt El Hadji Diouf. Habré, der im Tschad zwischen 1982 und 1990 herrschte, droht eine Anklage wegen Folter, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Nach seiner Flucht nach Senegal genoss er dort 22 Jahre lang Straffreiheit. Im Tschad werden ihm mehr als 40.000 politisch motivierte Morde während seiner Amtszeit vorgeworfen.

Umfragewerte für Präsidentin Dilma Rousseff im Keller

Die Massenproteste in Brasilien haben die Zustimmungswerte für Präsidentin Dilma Rousseff heftig nach unten gedrückt. Müsste sich die Staatschefin heute einer Wahl stellen, könnte sie sich erst in einer Stichwahl durchsetzen, wie eine Umfrage des angesehenen Meinungsforschungsinstitutes Datafolha ergab. So stürzten ihre Zustimmungswerte drastisch ab: Nur 30 Prozent der Befragten fanden ihre Amtsführung „gut“ oder „sehr gut“. Anfang Juni – vor der Protesten – waren es 57 Prozent.

Fast 50 Tote bei Anschlägen in Pakistan

Bei Bombenanschlägen in Pakistan sind am Sonntag mindestens 49 Menschen ums Leben gekommen. Der schwerste Anschlag ereignete sich nahe einer schiitischen Moschee in Quetta. Bei zwei Explosionen wurden dort mindestens 28Menschen getötet, darunter neun Frauen und mehrere Kinder. Dutzende Menschen seien verletzt worden. Wer hinter dem Anschlag steckte, war zunächst unklar. Bei einem Bombenanschlag auf einen Konvoi einer paramilitärischen Einheit in der pakistanischen Stadt Peshawar im Nordwesten des Landes kamen am Sonntag mindestens 17 Menschen ums Leben.