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In Kürze I

Klimaschutz: Trittin nennt Merkel Gefahr für den Autostandort ++ Steuerhinterziehung: Schweiz erhebt Anklage gegen Datendieb ++ Facebook: Soziales Netzwerk will nicht mehr auf Pornoseiten werben ++ Hugo Boss: Edelschneider setzt auf Online und Asien

Trittin nennt Merkel Gefahr für den Autostandort

Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Gefährdung des Autostandorts Deutschland vorgeworfen. Grund sei die deutsche Blockade von EU-Klimaschutzvorgaben. Merkel erweise der deutschen Autoindustrie damit einen Bärendienst, sagte Trittin. „Diese will offenbar lieber weltweit abgehängt werden als mit effizienten Zukunftstechnologien Vorreiter sein.“ Staatsminister Eckart von Klaeden habe womöglich bereits als gut geöltes Scharnier funktioniert. Hintergrund ist, dass Merkels Staatsminister zum Jahresende als Cheflobbyist zu Daimler wechselt.

Schweiz erhebt Anklage gegen Datendieb

Knapp ein Jahr nach seiner Festnahme in der Schweiz ist ein mutmaßlicher deutscher Steuerdatendieb von der Staatsanwaltschaft in Bern angeklagt worden. Der 54 Jahre alte Computerexperte habe gestanden, rund 2700 interne Datensätze der Zürcher Privatbank Julius Bär für 1,1 Millionen Euro an den deutschen Fiskus verkauft zu haben, berichteten die „Neue Zürcher Zeitung“ und die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“. Zudem führt die Behörde auch weiter Ermittlungen gegen einen in Deutschland wohnenden pensionierten Steuerfahnder durch. Dieser habe die CD mit Daten deutscher Bankkunden im Februar 2012 von dem Angeklagten in Empfang genommen. Deutsche Steuerämter hatten in den vergangenen Jahren mehrfach CDs mit gestohlenen Daten aus der Schweiz gekauft.

Soziales Netzwerk will nicht mehr auf Pornoseiten werben

Das Online-Netzwerk Facebook will im Interesse seiner Werbekunden künftig keine Anzeigen mehr auf Seiten mit pornografischen oder Gewalt-Inhalten zeigen. „Unser Ziel ist es, sowohl die Freiheiten des Teilens auf Facebook zu erhalten, als auch Menschen und Marken vor bestimmten Arten von Inhalten zu schützen“, teilte das soziale Netzwerk in einem Blog mit. Auf Seiten, die Gewalt oder Sex zum Inhalt hätten, werde die Werbung daher eingeschränkt. Facebook hatte kürzlich mitgeteilt, dass es mittlerweile mehr als eine Million Werbekunden habe.

Edelschneider setzt auf Online und Asien

Neben dem Ausbau des eigenen Ladennetzes will der Modehersteller Hugo Boss auch im Internet mehr Kleider verkaufen. „Wir glauben aber an ein Wachstum des Online-Marktes auch für hochwertige Bekleidung und rechnen 2015 mit 150 Millionen Euro Umsatz“, sagte der Finanzchef des schwäbischen Unternehmens, Mark Langer, in einem Interview der „Börsen-Zeitung“. Derzeit erlöse man etwa 50 Millionen Euro über Verkäufe im Internet. Daneben will Hugo Boss aber auch das eigene Ladennetz ausbauen, vor allem in Asien. „Wir wollen in Asien bis 2015 von heute 15 Prozent auf 21 Prozent kommen“, stellte Langer in Aussicht. Zwei Drittel davon sollten auf China entfallen.