Bildung

Bildungsministerin Wanka plädiert für Zentral-Abitur

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) unterstützt ein einheitliches Abitur in ganz Deutschland.

„Ich war und bin sehr für ein Zentralabitur in ganz Deutschland, und zwar möglichst schnell“, sagte Wanka der „Bild am Sonntag“. „Das bedeutet: vergleichbare Abituraufgaben für alle Bundesländer.“ Den am Freitag von der Kultusministerkonferenz (KMK) beschlossenen Aufbau eines gemeinsamen Abituraufgaben-Pools begrüßte Wanka als ersten Schritt. „Es ist gut, dass es in dieser Sache vorangeht.“ Gleichzeitig warnte sie vor einem Qualitätsverlust der Hochschulreife: „Natürlich müssen wir aufpassen, dass das Niveau nicht absinkt.“

Die gemeinsamen Prüfungsaufgaben für Mathematik, Deutsch, Englisch und Französisch sollen ab dem Schuljahr 2016/17 zur Verfügung stehen, sie sollen von Bildungsexperten der Länder ab Herbst erarbeitet werden. Sechs Bundesländer streben an, schon im kommenden Jahr zentrale Abiturprüfungen in Mathematik, Deutsch und Englisch anzubieten.

Vergleichsstudien hatten in den vergangenen Jahren wiederholt große Unterschiede zwischen den Bundesländern bei den Leistungen der Abiturienten, aber auch bei den Anforderungen und Bewertungskriterien festgestellt. Durch die Festlegung von Standards bei den Aufgaben und im Unterricht soll das Abi bundesweit vergleichbarer werden. Ein Zentralabitur, das mit denselben Aufgaben bundesweit am selben Tag geschrieben wird, ist aber umstritten – auch wegen der unterschiedlichen Ferientermine in den Bundesländern.