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Kunstschätze als Kriegsbeute

Große Bedeutung

Bis zu eine Million Einzelstücke sollen sich bis heute in Magazinen auf dem Gebiet der früheren Sowjetunion befinden. Darunter sind Zehntausende Kunstwerke und andere Bestände, die große Bedeutung haben. Dazu zählen auch der Schatz des Priamos, von Heinrich Schliemann 1873 in Troja entdeckt, und der 1913 gefundene Goldschatz von Eberswalde.

Auslagerungen

Im Verlauf des Krieges ließen die NS-Behörden ab 1939 unersetzliche Teile ihrer Sammlungen vor möglichen Kriegsfolgen in Sicherheit bringen. Die Staatsbibliothek Berlin etwa verlagerte, schon lange bevor die ersten Bomben auf die Stadt fielen, besonders wertvolle Bestände in tiefer gelegene Geschosse oder in Tresore von Banken. Ab 1943 folgten Auslagerungen in nicht bombengefährdete Regionen. Die allerwertvollsten Stücke, wie etwa die Schätze des Priamos und aus Eberswalde, wurden in einen praktisch unzerstörbaren Flakturm in Berlin gebracht. Sowjetische Kunstoffiziere beschlagnahmten nach Kriegsende diese und weitere Bestände aus Museen, Archiven und Bibliotheken. Güterwaggons rollten damit Richtung Osten.