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In Kürze I

Zweiter Weltkrieg: Ehemaliger SS-Offizier lebt unbehelligt in USA ++ Bundeswehr: Die meisten Freiwilligen gehen wegen anderer Jobs ++ Karneval: Lindner wird Ritter wider den tierischen Ernst

Ehemaliger SS-Offizier lebt unbehelligt in USA

In den USA lebt nach Informationen der Nachrichtenagentur AP seit Jahrzehnten unbehelligt ein ehemaliger SS-Offizier, dessen Einheit im Zweiten Weltkrieg in Osteuropa an Gräueltaten beteiligt war. Der inzwischen 94-jährige Michael Karkoc hatte sich 1949 mit falschen Angaben die Einreise in die USA erschlichen. Nun könnte ihm die Ausweisung und eine Strafverfolgung in Deutschland oder Polen drohen. Deutsche Staatsanwälte zeigen bereits Interesse. Karkoc wanderte 1949 mit seinen beiden Kindern in die USA ein und arbeitete später offenbar für eine Baufirma.

Die meisten Freiwilligen gehen wegen anderer Jobs

Trotz der hohen Abbrecherquote von fast 25 Prozent ist die Bundeswehr zufrieden mit dem vor zwei Jahren eingeführten freiwilligen Wehrdienst. Die Wehrdienstleistenden hätten ein „gutes Bildungsniveau“, sagte der zuständige Abteilungsleiter im Verteidigungsministerium, Norbert Finster. In einer Studie wurden erstmals die Gründe für das vorzeitige Ausscheiden aufgeschlüsselt. Am häufigsten genannt wurden mit 58 Prozent andere Jobangebote beziehungsweise eine „fehlende Zukunftsperspektive bei der Bundeswehr“.

Lindner wird Ritter wider den tierischen Ernst

Der stellvertretende FDP-Chef Christian Lindner wird Ritter des Ordens wider den tierischen Ernst 2014. Lindner sei „politisches Naturtalent“ und ausgestattet mit einem besonderen Humor – „trocken und hintergründig, aber auch manchmal derb und immer herzlich“. Der 34-Jährige ziehe auch schon mal seine eigene Partei durch den Kakao und komme bei der Bevölkerung gut an, begründete der Aachener Karnevalsverein seine Wahl. Sein Widersacher, der Grünen-Chef Cem Özdemir, muss als Ordensträger von 2013 die Laudatio auf Lindner halten.