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In Kürze II

Wirtschaft: Warnstreiks im Berliner Einzelhandel ++ Syrien-Konflikt: USA wollen Rebellen militärisch unterstützen ++ Gedenkstätte: Netanjahu eröffnet Ausstellung in Auschwitz ++ USA: Oberstes Gericht verbietet Patente auf menschliche DNA

Warnstreiks im Berliner Einzelhandel

Beschäftigte des Berliner Einzelhandels treten am heutigen Freitag in den Warnstreik. Es würden aber wohl nur wenige der Geschäfte komplett schließen, kündigte Verdi-Gewerkschaftssekretärin Carla Dietrich an. Der Streik betrifft unter anderem Rewe, Thalia, Real und Kaufland. Zahlreiche Beschäftigte wollen sich auf dem Alexanderplatz versammeln. Verdi fordert für alle 199.000 Beschäftigten in Berlin und Brandenburg mehr Geld und will verhindern, dass Verkäuferinnen permanent sonnabends eingesetzt werden können.

USA wollen Rebellen militärisch unterstützen

Nach dem Ausräumen der Zweifel über den Einsatz chemischer Waffen gegen Aufständische in Syrien wollen die USA die Rebellen gegen Machthaber Baschar al-Assad militärisch unterstützen. Dies sei der Plan von Präsident Barack Obama, erklärte der stellvertretende Sicherheitsberater des Weißen Hauses, Ben Rhodes, am Donnerstag (Ortszeit) in Washington. Die US-Regierung habe keinen Zweifel mehr am Einsatz chemischer Waffen durch das Assad-Regime, hatte er zuvor gesagt. US-Präsident Barack Obama hatte den Einsatz von Chemiewaffen in dem Bürgerkrieg stets als „Rote Linie“ bezeichnet.

Netanjahu eröffnet Ausstellung in Auschwitz

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine neue Dauerausstellung zum nationalsozialistischen Judenmord in der Gedenkstätte Auschwitz eröffnet. Zu Beginn der Eröffnungsfeier sprach ein Auschwitz-Überlebender das jüdische Totengebet Kaddisch. Die mit audiovisuellen Mitteln gestaltete Ausstellung zur Erinnerung an die sechs Millionen ermordeten Juden wurde von Experten des Museums Yad Vashem in Jerusalem konzipiert. Einer der Höhepunkte der Ausstellung ist das Buch der Namen, das die Namen von 4,3Millionen Ermordeten auflistet.

Oberstes Gericht verbietet Patente auf menschliche DNA

Das Oberste Gericht der USA hat in einer Grundsatzentscheidung Patente auf menschliches Erbgut verboten. Die menschliche DNA sei ein „Produkt der Natur“, das nicht patentiert werden könne, erklärte der Supreme Court am Donnerstag. Künstlich nachgeahmtes Erbgut könne aber sehr wohl patentiert werden, „da es nicht von der Natur hergestellt wird“, heiß es weiter. Die Richter entschieden über eine Klage gegen das Pharmaunternehmen Myriad Genetics, das sich Patente auf zwei krebsauslösende Gene gesichert hatte.