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Atommüll: Merkel setzt auf Einlenken im Streit über Castor-Lagerung ++ Großbritannien: Lange Haftstrafen für geständige Terroristen ++ Islamisten: Fernsehteam vor Moschee angegriffen und verletzt

Merkel setzt auf Einlenken im Streit über Castor-Lagerung

Kurz vor entscheidenden Verhandlungen zur Lagerung des Atommülls hofft Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf einen Durchbruch. Die Kanzlerin habe mehrfach gesagt, wie sehr ihr eine gemeinsame Lösung am Herzen liege, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. „Jetzt ist zu hoffen, dass das auch gelingt.“ Derzeit ist unklar, wo 26 Castorbehälter aus der Wiederaufarbeitung in La Hague und Sellafield zwischengelagert werden sollen. Eine Lösung dieser Frage gilt als Voraussetzung dafür, dass das Gesetz über die Suche nach einem Endlager noch in dieser Wahlperiode verabschiedet werden kann.

Lange Haftstrafen für geständige Terroristen

Nach einem fehlgeschlagenen Anschlag auf ein Treffen der rechtsgerichteten Organisation English Defence League (EDL) sind sechs Islamisten zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die Männer müssen für jeweils zwischen 18 und 19 Jahre ins Gefängnis. Die Männer im Alter von 22 bis 31 Jahren hatten zugegeben, einen Terrorakt geplant zu haben. Sie waren mit einer Nagelbombe, Schusswaffen, Schwertern, Messern und einem weiteren Explosionssatz im Juni 2012 zu dem Treffen der Bewegung gefahren. Die Polizei war ihnen durch Zufall bei einer Verkehrskontrolle auf die Spur gekommen.

Fernsehteam vor Moschee angegriffen und verletzt

Bei Dreharbeiten vor einer Moschee in Offenbach sind drei Mitarbeiter des ARD-Politikmagazins „Report Mainz“ angegriffen und verletzt worden. An der Kamera und der Tontechnik sei erheblicher Schaden entstanden, teilte die Polizei am Montag mit. Warum mindestens sechs Männer nach dem Freitagsgebet in der vergangenen Woche „offenbar zielgerichtet“ auf das Fernsehteam zustürmten, sei noch unklar, sagte ein Sprecher. Ermittelt werde wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung. Laut SWR handelte es sich bei den Angreifern um „offenbar radikale Islamisten“.