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Großbritannien: Erste Anklage nachAttentat von London ++ Syrien: Assad sieht seine Armeeauf dem Weg zum Sieg ++ Israel: Kritik an neuen Bauprojekten in Ost-Jerusalem ++ Protest: Streik gegen Sparpolitik legt U-Bahn in Lissabon lahm ++ Todesstrafe: China hält Zahl der Hinrichtungen geheim

Erste Anklage nach Attentat von London

Rund eine Woche nach dem mutmaßlichen Terrorangriff auf einen Soldaten in London ist der erste Verdächtige wegen Mordes angeklagt worden. Der 25 Jahre alte Soldat war mit einem Fleischerbeil getötet worden. Der 22-Jährige erschien am Donnerstag vor Gericht in London, wie der Sender BBC berichtete. Er bestätigte seinen Namen und seine Adresse, dann wurde die Anklage verlesen. Der nächste Gerichtstermin wurde auf den 3. Juni gelegt. Sein Mittäter liegt noch im Krankenhaus.

Assad sieht seine Armee auf dem Weg zum Sieg

Der syrische Präsident Baschar al-Assad glaubt, dass seine Truppen im Kampf gegen die Rebellen nun das Schlimmste überstanden haben. Dazu haben nach seinen Worten auch russische Waffenlieferungen und die Miliz der libanesischen Hisbollah beigetragen. „Die ersten russischen S-300-Flugabwehrraketen hat Syrien erhalten, der Rest wird bald ankommen“, sagte Assad in einem TV-Interview. „Das militärische Kräfteverhältnis hat sich jetzt komplett zugunsten der Armee verschoben.“

Kritik an neuen Bauprojekten in Ost-Jerusalem

Mit neuen Bauprojekten im besetzten Ost-Jerusalem untergräbt Israel nach Ansicht der Palästinenserführung „systematisch“ die Friedensbemühungen von US-Außenminister John Kerry. „In unseren Augen zerstören die jüngsten Entscheidungen der israelischen Regierung, 1000 Wohnungen im Osten Jerusalems zu bauen, effektiv und offiziell Kerrys Bemühungen“, sagte der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat. Es gebe „einen systematischen Plan, Kerrys Initiativen zu verhindern“.

Streik gegen Sparpolitik legt U-Bahn in Lissabon lahm

Aus Protest gegen die Sparmaßnahmen der portugiesischen Regierung haben Streikende am Donnerstag die U-Bahn von Lissabon für 24 Stunden lahmgelegt. Der Ausstand richtete sich nach Gewerkschaftsangaben gegen Arbeitsmarktreformen und gegen geplante Einschnitte bei Leistungen für Arbeitnehmer. Es kam zum Chaos im Berufsverkehr, zumal die U-Bahn normalerweise rund eine halbe Million Passagiere pro Tag hat. Der Protest ist der Auftakt für weitere Streiks.

China hält Zahl der Hinrichtungen geheim

Die chinesische Regierung behandelt die Zahl der Hingerichteten als Staatsgeheimnis. Es dürften aber „Tausende“ im Jahr sein, wie Amnesty International berichtete. Die amerikanische Dui-Hua-Stiftung schätzt die Zahl auf rund 3000 im vergangenen Jahr. Damit richtet die Volksrepublik weit mehr Menschen hin als der Rest der Welt zusammen, wo 682 Straftäter exekutiert worden sind. Die Zahl der Hinrichtungen in China geht aber zurück.