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Frankfurt: Erneut „Blockupy“-Proteste am EZB-Sitz geplant ++ Indien: Regierung schließt Dialog mit maoistischen Rebellen aus ++ Chile: Wegen Diktaturverbrechen 15 Offiziere vor Gericht ++ Pakistan: Erneut Impfhelfer ermordet: WHO setzt Kampagne aus

Erneut „Blockupy“-Proteste am EZB-Sitz geplant

Ausgerechnet zum 15. Gründungstag der Europäischen Zentralbank (EZB) kehren die „Blockupy“-Proteste nach Frankfurt am Main zurück: In den kommenden Tagen wollen am Sitz der EZB und privater Großbanken Tausende Menschen wieder gegen die EU-Krisenpolitik demonstrieren. Ein großes Camp wird bereits an diesem Mittwoch eingerichtet, am Freitag soll die EZB blockiert und am Sonnabend schließlich mit einer Großdemo ein auch international beachtetes Zeichen gesetzt werden.

Regierung schließt Dialog mit maoistischen Rebellen aus

Nach dem tödlichen Überfall maoistischer Rebellen auf Mitglieder der indischen Kongresspartei hat die Regierung die Hoffnung auf Friedensgespräche aufgegeben. Das teilte ein Spitzenbeamter im Innenministerium, R. P. N. Singh, am Dienstag mit. Die Aufständischen seien nicht am demokratischen Prozess und Dialog interessiert. Schon in der Vergangenheit habe die Regierung die Rebellen an den Verhandlungstisch gebeten, sagte Singh dem Nachrichtensender CNN-IBN. Auf die Offerte sei jedoch niemand eingegangen.

Wegen Diktaturverbrechen 15 Offiziere vor Gericht

Wegen zweifachen Mordes vor 40 Jahren hat Chiles Justiz ein Gerichtsverfahren gegen 15 Angehörige der Luftwaffe angeordnet. Die Männer, ehemalige und noch aktive Offiziere und Unteroffiziere, sollen während der Militärdiktatur den Mediziner Hernán Henríquez und den Krankenpfleger Alejandro Flores getötet haben. Elf der 15 Angeklagten wurden umgehend verhaftet. Henríquez war Leiter der Gesundheitsbehörde in Maquehue, während Flores der lokalen Gewerkschaft der Beschäftigten im Gesundheitswesen vorstand.

Erneut Impfhelfer ermordet: WHO setzt Kampagne aus

Nach einem weiteren tödlichen Angriff auf ein Impfteam in Pakistan hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihre Kampagne gegen Kinderlähmung in dem Land teilweise ausgesetzt. Unbekannte erschossen nach Polizeiangaben am Dienstag eine lokale Helferin in einem Vorort der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar, eine weitere Frau wurde bei dem Angriff verletzt. Pakistan ist eines der drei Länder, in denen Kinderlähmung noch gehäuft auftritt.