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Italien: Prozess um „Verhandlungen“ zwischen Staat und Mafia ++ Afrika: AU will Kenyatta-Verfahren nach Kenia holen ++ Indien: Polizei sucht nach Blutbad maoistische Rebellen ++ Kuwait: Nach Kritik an Amtsführung: Ölminister tritt zurück

Prozess um „Verhandlungen“ zwischen Staat und Mafia

Mögliche Geheimverhandlungen zwischen Vertretern des italienischen Staates und der Mafia um einen „Nichtangriffspakt“ stehen im Zentrum eines in Palermo eröffneten Prozesses. In dem Verfahren mit zehn Angeklagten wollen die Staatsanwälte beweisen, dass Staatsbehörden und Polizeispitzen mit Mafia-Bossen über ein Ende der 1992 begonnenen blutigen Anschlagsserie der Mafia verhandelten. Die Anklage lautet auf Verschwörung gegen den Staat.

AU will Kenyatta-Verfahren nach Kenia holen

Die Afrikanische Union (AU) will vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag fordern, den Prozess gegen Kenias Staatschef Uhuru Kenyatta wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit an die kenianische Justiz zu übergeben. Ein ranghoher AU-Vertreter sagte am Montag beim Gipfeltreffen des Staatenbunds in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba, ein entsprechender Erklärungsentwurf vom Freitag werde „sicher“ abgesegnet werden. Kenyatta und seinem Stellvertreter William Ruto wird vorgeworfen, während Unruhen nach der Präsidentschaftswahl im Jahr 2007 an Verbrechen gegen die Menschlichkeit beteiligt gewesen zu sein.

Polizei sucht nach Blutbad maoistische Rebellen

Nach dem tödlichen Überfall maoistischer Rebellen auf Mitglieder der indischen Kongresspartei jagt die Regierung jetzt die Angreifer. Tausende Soldaten und Polizisten fahndeten am Montag im Zentrum Indiens nach den Kämpfern, die bei einem Hinterhalt am Sonnabend 24 Menschen getötet und Dutzende verletzt hatten. Die Einsatzkräfte seien in „unwirtlichem Gelände“ unterwegs, um die Verantwortlichen für die Tat zu finden, sagte ein Polizist.

Nach Kritik an Amtsführung: Ölminister tritt zurück

Angesichts heftiger Kritik an seiner Amtsführung hat der kuwaitische Ölminister Hani Hussein am Montag seinen Rücktritt verkündet. Er hoffe, „dass der neue Ölminister politische Rückendeckung für den umfangreichen Wandel“ im Ölsektor haben werde. Noch vergangene Woche hatte Hussein wichtige Schlüsselpositionen in der kuwaitischen Ölwirtschaft neu besetzt. Hussein, der das Amt vor 15 Monaten übernommen hatte, war unter Druck geraten. Unter anderem sollte er im Parlament zu einer Strafzahlung in Höhe von 2,2 Milliarden Dollar (gut 1,7 Milliarden Euro) an das US-Chemieunternehmen Dow Chemical befragt werden.