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Ukraine: Erste Schwulenparade trotz Gerichtsverbots durchgeführt ++ Serbien: Ex-König Peter II. mit viel Prunk beigesetzt ++ Afghanistan: Registrierung von Wählern für Präsidentenwahl beginnt ++ Internet: US-Behörden befürchten iranische Cyber-Sabotage

Erste Schwulenparade trotz Gerichtsverbots durchgeführt

Erstmals haben Schwule und Lesben in der ukrainischen Metropole Kiew für gleiche Rechte demonstriert. Die Stadtverwaltung hatte den Marsch erlaubt und damit ein Gerichtsverbot unwirksam gemacht. Dagegen wurden bei nicht genehmigten Kundgebungen von Homosexuellen in Moskau Dutzende Teilnehmer festgenommen. In Russland ist Homosexualität straffrei, Schwulenparaden werden aber regelmäßig verboten. Russlands Parlament berät derzeit über ein umstrittenes Verbot von „Homosexuellen-Propaganda“. In der Ukraine wurden jüngst ähnliche Gesetzentwürfe vorgelegt.

Ex-König Peter II. mit viel Prunk beigesetzt

Der 1970 in den USA verstorbene ehemalige jugoslawische König Peter II. ist am Sonntag feierlich in Serbien beigesetzt worden. An der Zeremonie im Mausoleum auf dem Berg Oplenac nahmen auch Serbiens Präsident Tomislav Nikolic und Regierungschef Ivica Dacic teil. Peter II. hatte nach der Ermordung seines Vaters 1934 als Elfjähriger den Thron bestiegen. 1941 floh die Königsfamilie vor den Nazis ins Ausland. Seine sterblichen Überreste waren im Januar nach Serbien gebracht worden. In einer aktuellen Umfrage sprachen sich etwa 40 Prozent der Serben für eine parlamentarische Monarchie aus, etwa 32 Prozent klar dagegen.

Registrierung von Wählern für Präsidentenwahl beginnt

Knapp ein Jahr vor der Präsidentenwahl in Afghanistan hat am Sonntag die Wählerregistrierung begonnen. In allen 34 Provinzen könnten sich Stimmberechtigte registrieren lassen, sagte ein Sprecher der Wahlkommission in Kabul. Wählerausweise aus vergangenen Abstimmungen behielten ihre Gültigkeit. Die Neuregistrierung sei für Rückkehrer aus dem Ausland und Erstwähler. Die Wahl ist für den 5. April geplant. Präsident Hamid Karsai darf nach der Verfassung nicht für eine dritte Amtsperiode kandidieren. Die Wahl 2009 war von Betrug überschattet. Sorge bereitet die schlechte Sicherheitslage im Land.

US-Behörden befürchten iranische Cyber-Sabotage

Iranische Hacker haben sich offenbar Zugang zu Software verschafft, mit der sie amerikanische Öl- und Erdgas-Leitungen manipulieren könnten. Vom Iran unterstützte Cyber-Angriffe gegen US-Unternehmen und besonders Energiekonzerne hätten zuletzt zugenommen, schrieb das „Wall Street Journal“. Während chinesische Hacker für Industriespionage bekannt seien, machten sich die US-Behörden mehr Sorgen um den Iran, weil sie von diesem Sabotageakte befürchteten, hieß es unter Berufung auf Staatsbeamte. Die iranischen Behörden weisen die Vorwürfe stets zurück. Der Westen hat vermutlich mit dem Computerwurm Stuxnet schon eine Cyberwaffe im Iran eingesetzt, um das Atomprogramm des Landes zu sabotieren.