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Kongo: UN-Chef Ban besorgt wegen blutiger Unruhen ++ Kosovo: Vertrauter des Premiers festgenommen ++ Georgien: Priester lösten Krawalle gegen Schwule aus

UN-Chef Ban besorgt wegen blutiger Unruhen

Als Reaktion auf die jüngsten Unruhen im Osten des Kongo ist UN-Generalsekretär Ban Ki-moon nach Goma gereist. Bei seiner Ankunft in der Provinzhauptstadt zeigte er sich besorgt. Zuvor hatte Ban in der Hauptstadt Kinshasa Präsident Joseph Kabila getroffen und ihm die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft versprochen. Die M23-Rebellen hatten wenige Stunden vor Bans Ankunft eine Kampfpause angekündigt, um seinen Besuch zu ermöglichen. „Wir möchten dem Frieden eine Chance geben“, sagte ein Rebellensprecher. Seit Anfang der Woche liefern sich die Rebellen in der Nähe von Goma Gefechte mit der Armee.

Vertrauter des Premiers festgenommen

EU-Polizisten haben einen engen Verbündeten des kosovarischen Ministerpräsidenten Hashim Thaci wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen festgenommen. Eulex, die Polizeimission der EU im Kosovo, nannte am Donnerstag zwar keine Namen der insgesamt fünf Verdächtigen. Der Anwalt von Sami Lushtaku sagte jedoch, sein Mandant zähle zu den Festgenommenen. Lushtaku ist Bürgermeister der Kleinstadt Skenderaj und Mitglied in Thacis Partei. Während des Kosovokriegs Ende der 90er-Jahre waren beide hochrangige Kommandeure in der UCK, die für eine Unabhängigkeit des Kosovo kämpfte.

Priester lösten Krawalle gegen Schwule aus

Nach schweren Krawallen gegen eine Demonstration von Homosexuellen in Georgien ermittelt die Justiz der Südkaukasusrepublik gegen zwei orthodoxe Priester. Sie sollen Tausende Gläubige aufgehetzt haben. Den Geistlichen drohen nun bis zu zwei Jahre Gefängnis, wie das Innenministerium in Tiflis mitteilte. Die Menge war angeblich deshalb so aggressiv gegen die Schwulen und Lesben aufgetreten, weil die Homosexuellen von Kirchenseite mit Kinderschändern gleichgestellt worden waren. Auf einem Video soll zu sehen sein, wie einer der Priester Todesdrohungen gegen Homosexuelle ausspricht. Die orthodoxe Kirche genießt enormen Einfluss in der Ex-Sowjetrepublik.