Debatte

CSU sieht in Becks Pädophilie-Zitat einen Rücktrittsgrund

In der Debatte über das Thema Pädophilie in den Anfangsjahren der Grünen hat CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt dem Grünen-Fraktionsgeschäftsführer im Bundestag, Volker Beck, den Rücktritt nahegelegt.

Dabei geht es um Aussagen Becks zu „Pädosexualität“ aus dem Jahr 1988. Die Grünen-Fraktion wies die Forderungen Dobrindts als völlig abwegig zurück.

„Es stellt sich auch die Frage, ob Volker Beck als Parlamentarischer Geschäftsführer der Bundestagsfraktion der Grünen noch haltbar ist“, sagte Dobrindt der „Bild“-Zeitung. Hintergrund sei ein Text von Beck in dem Buch „Der pädosexuelle Komplex“ aus dem Jahr 1988. Pädosexualität bezeichnet das Begehren nach sexuellen Handlungen mit Kindern.

Beck schrieb in dem Buch: „Allein eine Mobilisierung der Schwulenbewegung für die rechtlich gesehen im Gegensatz zur Pädosexualität völlig unproblematische Gleichstellung von Homo- und Heterosexualität … wird das Zementieren eines sexualrepressiven Klimas verhindern können – eine Voraussetzung, um eines Tages den Kampf für die zumindest teilweise Entkriminalisierung der Pädosexualität aufnehmen zu können.“

Grünen-Fraktionssprecher Michael Schroeren sagte, Beck habe sich mit Nachdruck und Erfolg für eine Abgrenzung der Grünen von pädophilen Forderungen eingesetzt. „Von den Inhalten des im Jahr 1988 veröffentlichten Textes zur Pädophilen-Debatte hat er sich wiederholt und klar distanziert.“ Dobrindt sagte „Bild.de“, gefordert sei nun die Grünen-Spitze. „Sie darf Volker Beck nicht länger decken.“