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Nagelbombe von Köln

Anschlag Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt sollen am 9. Juni 2004 den mit Nägeln bestückten Sprengsatz in einem Motorradkoffer auf dem Gepäckträger eines Fahrrads vor den Friseursalon eines türkischstämmigen Unternehmers gebracht haben. Ihr Ziel: So viele Menschen wie möglich in der von türkischen Migranten geprägten Keupstraße zu töten.

Sprengsatz Mehr als fünf Kilogramm Sprengstoff und zehn Zentimeter lange Nägel bildeten den Sprengsatz, der gegen 16 Uhr detonierte und mindestens 22 Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzte. Einige erlitten schwerste Verletzungen und Verbrennungen und mussten mehrfach operiert werden. Manche leiden bis heute an den körperlichen Folgen.

Verfahren Nebenkläger, Verteidiger und Bundesanwaltschaft haben sich gegen eine mögliche Abtrennung eines Verfahrens zum Nagelbombenanschlag ausgesprochen. Die Kölner Anwältin Monika Müller-Laschet sagte, die Betroffenen könnten sich als „Opfer zweiter Klasse“ fühlen, wenn sich das Verfahren um den Bombenanschlag weiter verzögere.