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Nahost: Philippinen erwägen Abzug von UN-Soldaten vom Golan ++ Demokratische Republik Kongo: Tausende nach blutigen Gefechten auf der Flucht ++ Russland: Flugabwehrtechnik geht wie geplant nach Syrien

Philippinen erwägen Abzug von UN-Soldaten vom Golan

Nach der Verschleppung von vier philippinischen Blauhelmsoldaten auf den Golanhöhen erwägt die Regierung in Manila einen Abzug ihrer Truppen aus dem Gebiet. Außenminister Albert del Rosario erklärte am Freitag, er habe Präsident Benigno Aquino empfohlen, die mehr als 300 auf dem Golan stationierten Soldaten abzuziehen. Ein Präsidentensprecher erklärte, es sei noch keine Entscheidung gefallen. Die vier UN-Soldaten waren am Dienstag von syrischen Rebellen verschleppt worden. Del Rosario erklärte, Manila wolle die eigenen Truppen nicht weiter gefährden. Erst vor zwei Monaten waren 21 Philippiner von der Rebellengruppe Jarmuk-Märtyrer-Brigade für vier Tage festgehalten worden.

Tausende nach blutigen Gefechten auf der Flucht

Nach schweren Kämpfen zwischen bewaffneten Milizen im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind Tausende Menschen auf der Flucht. Die blutigen Unruhen rund um die Stadt Pinga in der Provinz Nordkiwu dauerten bereits seit fast zwei Wochen an, berichtete die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen. „Tausende Bewohner sind in die Wälder geflohen. Nur etwa die Hälfte der Bevölkerung ist noch in der Stadt“, hieß es in einer Mitteilung. Die Milizen kämpfen vor allem um Landrechte in dem rohstoffreichen Gebiet. Unterdessen wurde in New York ein neuer UN-Bericht über Massenvergewaltigungen im Bürgerkriegsgebiet veröffentlicht. Demnach ist es im November zu Gräueltaten durch Regierungssoldaten gekommen.

Flugabwehrtechnik geht wie geplant nach Syrien

Trotz des Bürgerkriegs in Syrien hat Russland sein Festhalten an der Lieferung von Flugabwehrraketen an das Land bekräftigt. Russland liefere die Raketen seit langer Zeit und habe entsprechende Verträge unterzeichnet, die erfüllt würden, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Freitag vor Journalisten in Warschau, wo er sich zu politischen Gesprächen aufhielt. Dies sei „durch internationales Recht nicht verboten, es handelt sich um Abwehrtechnik“. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) forderte nach dem Gespräch mit Lawrow hingegen ein Ende von Waffenlieferungen an Syrien. Es müsse alles dafür getan werden, einer politischen Lösung für Syrien eine Chance zu geben, sagte er.