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Pakistan: Gericht ordnet Stopp der US-Drohnenangriffe an ++ Prozess: 75 Jahre Haft für Guatemalas Ex-Diktator gefordert ++ Angriff: Ägypter sticht vor Botschaft auf Amerikaner ein

Gericht ordnet Stopp der US-Drohnenangriffe an

Ein pakistanisches Gericht hat die Regierung des Landes angewiesen, die US-Drohnenangriffe zu stoppen und die unbemannten Flugzeuge notfalls abschießen zu lassen. Der Oberste Richter der Provinz Khyber-Pakhtunkhwa, Dost Mohammed Khan, verurteilte die Angriffe als Kriegsverbrechen, denen bisher Tausende Zivilisten zum Opfer gefallen seien. Khan machte den US-Geheimdienst CIA dafür verantwortlich. Sollten die USA weiter Drohnen einsetzen, müsse die pakistanische Regierung alle Beziehungen mit Washington abbrechen, erklärte Khan weiter.

75 Jahre Haft für Guatemalas Ex-Diktator gefordert

Im Völkermordprozess gegen den früheren guatemaltekischen Machthaber Efraín Ríos Montt hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch eine Freiheitsstrafe von 75 Jahren gefordert. Dem Ex-General werden Mord, Folter und die Zwangsumsiedlung Tausender Maya-Indianer während seiner Herrschaft von März 1982 bis August 1983 vorgeworfen. „Es waren seine Bataillone, die getötet haben, aber aufgrund der Befehlskette waren sie alle Efraín Ríos Montt untergeordnet“, sagte Staatsanwalt Orlando López. Für den mitangeklagten ehemaligen Geheimdienstchef José Mauricio Rodríguez beantragte die Anklage ebenfalls 75 Jahre Haft.

Ägypter sticht vor Botschaft auf Amerikaner ein

Ein arbeitsloser Ägypter hat vor der US-Botschaft in Kairo mit einem Messer auf einen Amerikaner eingestochen. Das Opfer wurde nach ersten Angaben der Polizei mit einer Verletzung am Hals in ein Krankenhaus gebracht. Hinweise auf einen politisches Motiv gab es zunächst nicht. Das Nachrichtenportal „al-Ahram“ berichtete, der Angreifer sei wütend geworden, weil der US-Bürger an der Reihe der Wartenden vorbei in das Botschaftsgebäude gegangen sei. Bei dem Opfer soll es sich um einen Wissenschaftler handeln.