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Island: Regierung steht vor einer Patt-Situation ++ Spanien: Zehntausende demonstrieren gegen Rajoy ++ Israel: Feuer im Katzavs Gefängnis ausgebrochen ++ Irak: Staatsführung schaltet ohne Vorwarnung al-Dschasira ab

Regierung steht vor einer Patt-Situation

Island wird aller Voraussicht nach wieder von einer Mitte-rechts-Koalition regiert. Wer den Ministerpräsidenten stellt, ist noch unklar. Bei der Parlamentswahl am Sonnabend wurde die Unabhängigkeitspartei zwar stärkste Partei. In der Volksvertretung ist ihre Fraktion mit 19 Abgeordneten nach Auszählung fast aller Stimmen aber genauso stark wie die der Fortschrittspartei. Nach Ergebnissen bis Sonntagabend kam die Unabhängigkeitspartei auf 26,7 Prozent, die Fortschrittspartei errang 24,4 Prozent.

Zehntausende demonstrieren gegen Rajoy

Tausende Spanier haben am Sonntag in Barcelona gegen die Sparpolitik der konservativen Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy protestiert. Zu der Kundgebung hatten die großen Gewerkschaftsverbände und mehrere andere Organisationen aufgerufen. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich trotz regnerischer Witterung 80.000 Menschen an der Demonstration in der katalanischen Metropole. Die Polizei bezifferte die Demonstranten auf etwa 5000.

Feuer im Katzavs Gefängnis ausgebrochen

In dem israelischen Gefängnis, in dem Ex-Staatspräsident Mosche Katzav seine Strafe verbüßt, ist am Sonntag ein Feuer ausgebrochen. Elf Menschen wurden nach Polizeiangaben leicht verletzt, Katzav selbst blieb unversehrt. Das Feuer brach in einer Fabrik innerhalb des Maasijahu-Gefängnisses aus. Die Brandursache blieb zunächst unklar. Die Verletzten, darunter sieben Justizbeamte und drei Feuerwehrleute, erlitten Rauchvergiftungen. Katzav war von 2000 bis 2007 Staatspräsident.

Staatsführung schaltet ohne Vorwarnung al-Dschasira ab

Die irakische Kommunikations- und Medienbehörde NCMC hat dem Sender al-Dschasira die Sendelizenz entzogen. Der Rundfunkanstalt und neun weiteren Nachrichtenkanälen wird vorgeworfen, aufrührerische Tendenzen zu unterstützen. Die Maßnahme ist am Sonntag mit sofortiger Wirkung in Kraft getreten. Hintergrund sind die wachsenden Unruhen im Land, die am vergangenen Dienstag eskalierten. Seitdem sind bei Kämpfen mit Sicherheitskräften mehr als 180 Menschen ums Leben gekommen.