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PolitikNews II

Konflikt: Nordkorea verweigert Lebensmittel für Kaesong ++ Unglück: Zwei Elfjährige durch Granate aus Vietnamkrieg getötet ++ Angebot: Slowakei verkauft ausgediente Armeebunker ++ Streit: Blutige Proteste nach Wahl in Venezuela ++ Angriff: Raketen auf israelischen Badeort Eilat abgefeuert ++ Ägypten: Prozess gegen Mubarak mit neuem Richter ++ Streit: China verteidigt Inselgruppe mit Kriegsschiffen ++ Konflikt: Tibetische Mutter verbrennt sich aus Protest

Nordkorea verweigert Lebensmittel für Kaesong

Nordkorea hat einer südkoreanischen Delegation die Einreise in den Industriekomplex Kaesong verweigert, die die noch dort verbliebenen südkoreanischen Arbeiter mit Lebensmitteln versorgen wollten. Pjöngjang habe die Einreise der zehnköpfigen Gruppe nicht erlaubt. Nordkorea blockiert seit dem 3. April den Zugang zu dem gemeinsam mit Südkorea betriebenen Industriekomplex. Derzeit befinden sich dort noch 200 Südkoreaner.

Zwei Elfjährige durch Granate aus Vietnamkrieg getötet

Zwei Elfjährige sind in Vietnam beim Spielen mit einer Granate aus dem Vietnamkrieg ums Leben gekommen. Die Munition explodierte, als die Jungen mit sechs Freunden in der Provinz Dak Nong damit spielten. Die sechs Überlebenden wurden verletzt und mussten ins Krankenhaus. Die Jungen waren alle in derselben Schulklasse. In der Region unterhielten die Amerikaner während des Vietnamkriegs einen Stützpunkt.

Slowakei verkauft ausgediente Armeebunker

Wer schon immer einen sicheren Unterschlupf für Krisenfälle besitzen wollte, bekommt nun in der Slowakei die Chance dazu. Das Verteidigungsministerium in Bratislava will die zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg erbauten Armeebunker an der Grenze zu Österreich und andere nicht mehr benötigte militärische Bauten verkaufen. Das bestätigte Ministeriumssprecherin Martina Ballekova. Insgesamt handle es sich um 180 Objekte unterschiedlichster Art.

Blutige Proteste nach Wahl in Venezuela

In Venezuela dauert der erbitterte Streit über den Ausgang der Präsidentenwahl an. Nach blutigen Protesten sagte die Opposition zwar eine für Mittwoch geplante Großdemonstration ab, ficht aber weiter das Ergebnis an. Der zum Wahlsieger erklärte Interimspräsident Nicolás Maduro hatte die Demonstration in Caracas verboten. Regierung und Opposition beschuldigten sich gegenseitig, zur Gewalt aufzustacheln.

Raketen auf israelischen Badeort Eilat abgefeuert

Zwei Raketen sind am Mittwoch in einem freien Feld des israelischen Badeorts Eilat eingeschlagen. Verletzte oder Schäden habe es nicht gegeben, sagte der Bürgermeister der Stadt, Meir Jizhak Halevi, im Armee-Radio. Vor zwei Wochen hatte Israel eine Raketenabwehr-Batterie nach Eilat gebracht. Das System habe aber aus „operativen Gründen“ die Raketen nicht abgefangen.

Prozess gegen Mubarak mit neuem Richter

Der Prozess gegen den früheren ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak wird am 11. Mai mit einem neuen Richter fortgesetzt. Als Vorsitzender in dem Prozess sei nun Samir Abu Moati ausgewählt worden. Mubarak war im vergangenen Jahrzu lebenslanger Haft verurteilt worden. Später wurde das Urteil wegen Verfahrensfehlern aufgehoben. Am vergangenen Samstag begann schließlich der neue Prozess gegen den 84-Jährigen.

China verteidigt Inselgruppe mit Kriegsschiffen

Im Streit mit Japan um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer hat China zwei Kriegsschiffe zu den Felseninseln entsandt. Die Schiffe patrouillierten in den Gewässern um die Inseln. Der alte Streit war vor einigen Monaten wieder neu aufgeflammt, nachdem die Regierung in Tokio einige der Inseln gekauft hatte, damit sie nicht in die Hände eines rechtsgerichteten Politikers fallen.

Tibetische Mutter verbrennt sich aus Protest

Eine 20 Jahre alte Tibeterin hat sich in der chinesischen Provinz Sichuan vor einem buddhistischen Kloster verbrannt. Es ist der jüngste von mittlerweile mehr als 100 ähnlichen Fällen, wie die in London ansässige Organisation Free Tibet und der US-Sender Radio Free Asia berichteten. Die junge Mutter habe sich am Dienstag aus Protest gegen China in Brand gesteckt, hieß es in dem Bericht. Seit Jahrzehnten fühlen sich die Tibeter von den Chinesen unterdrückt.