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Justiz: Bettina Wulff will Prozess gegen Google verschieben ++ Russland: Botschaftsangestellte von Geheimdienst eingeschüchtert ++ Großbritannien: Kritik an Kosten für Thatcher-Trauerfeier ++ Venezuela: Land wählt Nachfolger von Hugo Chávez

Bettina Wulff will Prozess gegen Google verschieben

Bettina Wulff (39) will ihren Prozesstermin gegen den Internet-Konzern Google verschieben lassen – ursprünglich sollte am 26. April in Hamburg verhandelt werden. Wulff will mit ihrer Klage verhindern, dass beim Googeln ihres Namens Suchbegriffe wie „Rotlichtvergangenheit“ oder „Escort“ vorgeschlagen werden. Der „Spiegel“ hatte berichtet, Wulffs Anwälte hätten das Landgericht Hamburg und Google gebeten, das Verfahren auf Eis zu legen, weil der Bundesgerichtshof gerade einen ähnlichen Fall prüfe.

Botschaftsangestellte von Geheimdienst eingeschüchtert

Trotz der Proteste der Bundesregierung gegen Razzien bei deutschen Stiftungen in Russland setzt der Kreml auf einen Konfrontationskurs. So habe der einst vom jetzigen Kreml-Chef Wladimir Putin geleitete Inlandsgeheimdienst FSB russische Mitarbeiter der deutschen Botschaft unter Druck gesetzt, um an Informationen zu gelangen, berichtet der „Spiegel“. Nachdem Putin den FSB früher angewiesen habe, Deutschland eher zu schonen, gelte diese Zurückhaltung heute nicht mehr, hieß es.

Kritik an Kosten für Thatcher-Trauerfeier

Den Ablauf ihrer Trauerfeier hatte Margaret Thatcher genau festgelegt – doch vor der für Mittwoch geplanten großen Zeremonie in der St.-Paul’s-Kathedrale in London wächst die Kritik an Kosten und Umfang der Veranstaltung. Auch der Bischof von Thatchers Geburtsort Grantham nannte die Zeremonie mit militärischen Ehren „einen Fehler“. Angesichts der umstrittenen politischen Hinterlassenschaft Thatchers sei es eine Provokation, sie mit einer Feier von schätzungsweise zehn Millionen Pfund (11,7 Millionen Euro) zu glorifizieren, sagte Tim Ellis.

Land wählt Nachfolger von Hugo Chávez

Knapp sechs Wochen nach dem Tod von Präsident Hugo Chávez haben die Venezolaner am Sonntag ein neues Staatsoberhaupt gewählt. Für die Regierung trat der Wunschnachfolger von Chávez, Interimspräsident Nicolás Maduro, an. Die Opposition schickte erneut den Gouverneur von Miranda, Henrique Capriles Radonski, ins Rennen. Letzte Umfragen sahen das sozialistische Regierungslager vorn. Der linke Präsident Chávez war am 5.März nach rund nach 14 Jahren an der Macht nach langer Krebskrankheit gestorben.