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Bundeswehr: Ministerium plant mit Kampfdrohnen aus Israel ++ Wirtschaft: Rösler verlangt von Frankreich Reformen ++ Nationalsozialismus: Weitere KZ-Wächter im Blick der Ermittler

Ministerium plant mit Kampfdrohnen aus Israel

Das Verteidigungsministerium erwägt offenbar die Beschaffung von Kampfdrohnen aus Israel. Nach Angaben des Parlamentarischen Staatssekretärs Christian Schmidt haben sich Vertreter des Ministeriums beim Hersteller der israelischen Heron-Drohne und beim israelischen Verteidigungsministerium über eine Bewaffnung des unbemannten Flugzeugs informiert. Das geht aus einer Antwort Schmidts auf eine parlamentarische Anfrage des Linke-Politikers Jan van Aken hervor. Unbewaffnete Heron-Drohnen werden derzeit von der Bundeswehr in Afghanistan genutzt.

Rösler verlangt von Frankreich Reformen

Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage in Frankreich hat Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler(FDP) das Nachbarland zu Reformen aufgefordert. „Wichtig sind dabei strukturelle Reformen und die Haushaltskonsolidierung“, sagte Rösler dem „Focus“. „Frankreich ist unser engster Freund, den wir unterstützen, wo wir nur können“, sagte der Vizekanzler. „Aber es wird uns nur gemeinsam gelingen, aus der Krise herauszukommen.“ Auch in der FDP-Fraktion wurde Unmut über das schleppende Reformtempo in Frankreich laut.

Weitere KZ-Wächter im Blick der Ermittler

Die Zentrale Stelle zur Aufklärung von Nazi-Verbrechen in Ludwigsburg will nicht nur die noch lebenden Wächter aus dem Konzentrationslager Auschwitz, sondern auch die aus allen anderen Vernichtungslagern strafrechtlich verfolgen. Die Zahl der Personen könnte sich von derzeit 50 auf bis zu knapp 100 Personen erhöhen, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Kurt Schrimm dem „Focus“. „Wir schauen jetzt darauf, wer in Treblinka, Sobibor, Belzec und Majdanek Dienst getan hat.“ Die Ermittlungen würden schwieriger, da von dort keine Listen vorlägen.