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Indonesien: Gericht auf Bali bestätigt Todesstrafe für Britin ++ Zweiter Weltkrieg: Griechen streiten um Reparationsforderungen ++ Frankreich: Außenminister dementiert Gerüchte über Schwarzgeld ++ Gerichtsurteil: Schäuble fordert Portugal zum Sparen auf

Gericht auf Bali bestätigt Todesstrafe für Britin

Ein indonesisches Gericht hat die Todesstrafe gegen eine wegen Drogenschmuggels verurteilte Britin bestätigt. Das Gericht auf der Insel Bali habe eine Berufungsklage der 56-Jährigen abgelehnt, sagte ein Sprecher. Das Strafmaß war vergangene Woche bekanntgegeben worden. Die Frau hat nun 14 Tage Zeit, Berufung beim Obersten Gerichtshof einzulegen. Die Britin war im Januar wegen des Schmuggels von Kokain im Wert von 2,5 Millionen Dollar (rund 1,9 Millionen Euro) auf Bali verurteilt worden.

Griechen streiten um Reparationsforderungen

In Griechenland ist die Diskussion über Reparationsforderungen an Deutschland als Ausgleich für die Untaten der Nazis im Zweiten Weltkrieg wieder aufgeflammt. Die Linkspartei Syriza forderte die griechische Regierung am Montag auf, einen unter Verschluss gehaltenen Bericht über die Höhe der möglichen Reparationszahlungen zu veröffentlichten. 108 Milliarden Euro schuldet Deutschland demnach für den Wiederaufbau der im Krieg zerstörten Infrastruktur und weitere 54 Milliarden Euro für erzwungene Kredite, die Griechenland zwischen 1942 und 1944 an Hitler-Deutschland zahlen musste.

Außenminister dementiert Gerüchte über Schwarzgeld

Der französische Außenminister Laurent Fabius hat Gerüchte über ein Schwarzgeldkonto in der Schweiz offiziell dementiert. Ein am Montag in der Zeitung „Libération“ veröffentlichter Bericht zu diesem Thema entbehre jeglicher Grundlage, ließ der sozialistische Spitzenpolitiker mitteilen. Er habe seinen Anwalt eingeschaltet, um gegen die Verbreitung von falschen und verleumderischeren Informationen vorzugehen. Frankreichs Budgetminister Jérôme Cahuzac hatte jüngst wegen eines Schwarzgeldkontos zurücktreten müssen.

Schäuble fordert Portugal zum Sparen auf

Nach dem Urteil des portugiesischen Verfassungsgerichts zur Nichtigkeit von Teilen des Sparhaushalts hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Regierung in Lissabon zum Handeln aufgefordert. Das Land müsse nun neue Maßnahmen treffen. Das Verfassungsgericht in Lissabon hatte am Freitagabend Teile des Sparhaushaltes 2013 für nichtig erklärt und die Lage für das hoch verschuldete Portugal damit verschärft. Laut portugiesischer Presse fehlen der Regierung dadurch im Haushalt schätzungsweise 1,25 Milliarden Euro.