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Schulpolitik: Merkel gegen getrennten Sportunterricht ++ Steuerhinterziehung: Rösler verlangt Übergabe aller Daten an Behörden

Merkel gegen getrennten Sportunterricht

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt getrennten Sportunterricht für muslimische Jungen und Mädchen als das „völlig falsche integrationspolitische Signal“ ab. Vizeregierungssprecher Georg Streiter sagte der „Rheinischen Post“, Merkel sehe die Integration als ganz wichtiges Anliegen. „Wenn Menschen voneinander getrennt werden, ist das das Gegenteil von Integration.“ SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hatte zuvor mit Aussagen zu einem getrennten Sportunterricht von Jungen und Mädchen Kritik auf sich gezogen. Er hatte bei einem Bürgerdialog aus Rücksicht auf Schüler muslimischen Glaubens den getrennten Sportunterricht als denkbaren Weg bezeichnet, dies aber keineswegs generell befürwortet. „Viele muslimische Eltern lösen ihr Problem mit dem Sportunterricht so, dass sie ihre Kinder einfach krank melden. Das kann nicht die Lösung sein“, sagte Steinbrück dem „Focus“. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) meinte, Steinbrück habe „von Integrationspolitik keine Ahnung“.

Rösler verlangt Übergabe aller Daten an Behörden

Nach Enthüllungen über weltweite Steuerhinterziehung hat Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) die Übergabe der Daten an die Behörden gefordert. Es sei entscheidend, dass diese jetzt „den zuständigen Finanzbehörden der Länder zur Verfügung gestellt werden“, sagte er der „Rheinischen Post“. Offenbar haben in Deutschland mindestens 100.000 Menschen Geld in Steueroasen gebracht. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte über einen Datensatz berichtet, der fast 130.000 Briefkastenfirmen aus mehr als 170 Ländern enttarnt. Über diese sollen Steuersünder geheime Geschäfte mit Offshore-Firmen in Steueroasen gemacht haben. Die „SZ“ lehnt die Herausgabe der Datensätze unter Verweis auf das Redaktionsgeheimnis ab.