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Wulff-Affäre: Anwalt schweigt zu Staatsanwaltschaftsangebot ++ Entwicklungsländer: Weltbank will extreme Armut bis 2030 beseitigen ++ Bürgerkrieg: Tödlichster Monat in Syrien seit Beginn der Kämpfe ++ Nahost-Konflikt: Maschaal wieder zum Hamas-Chef gewählt

Anwalt schweigt zu Staatsanwaltschaftsangebot

In der Korruptionsaffäre um Ex-Bundespräsident Christian Wulff will dessen Anwalt keine Stellung zu einem möglichen Deal mit der Staatsanwaltschaft beziehen. „Wir halten uns weiterhin streng an den Grundsatz, dass wir keine Stellungnahme abgeben“, sagte Anwalt Gernot Lehr. Entsprechende Informationen würden der Staatsanwaltschaft übermittelt und nicht über die Medien kommuniziert. Die „Bild am Sonntag“ hatte berichtet, dass Filmproduzent David Groenewold einen solchen Deal ablehnt und um einen Freispruch kämpfen will.

Weltbank will extreme Armut bis 2030 beseitigen

Die Weltbank will den Kampf gegen die Armut mit aller Kraft beschleunigen. Das Ziel laute, die extreme Bedürftigkeit bis 2030 fast komplett zu beseitigen, sagte der Präsident der globalen Finanzorganisation, Jim Yong Kim. Müssten derzeit rund 20 Prozent der Menschen in Entwicklungsländern mit weniger als einem Euro pro Tag auskommen, sollen es dann höchstens drei Prozent sein. Die Weltbank werde ihre Prioritäten bei der Auswahl von Projekten stärker als bisher auf dieses Unterfangen ausrichten.

Tödlichster Monat in Syrien seit Beginn der Kämpfe

Der Bürgerkrieg in Syrien tobt immer heftiger: Nach Einschätzung der syrischen Menschenrechtsbeobachter in London war der März der blutigste Monat seit Beginn des Aufstands gegen Präsident Baschar al-Assad vor zwei Jahren. Demnach kamen binnen eines Monats 6005Menschen bei Bombardements, Anschlägen und Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen ums Leben. Internationale Hilfsorganisationen sehen sich durch die zunehmende Gewalt massiv in ihrer Arbeit behindert.

Maschaal wieder zum Hamas-Chef gewählt

Der als erbitterter Israel-Gegner geltende Hamas-Chef Chaled Maschaal soll die radikal-islamische Organisation auch in den kommenden vier Jahren anführen. Der 56-Jährige wurde in der Nacht zum Dienstag bei einem Treffen des obersten Führungsgremiums der Palästinenserorganisation in Kairo als Chef des Politbüros bestätigt, wie aus Hamas-Kreisen verlautete. Der Hamas-Exilchef Maschaal führt seit 1996 die Organisation. Er lebt seit Jahrzehnten im Exil und ist zuletzt von Syrien nach Katar umgezogen.